Pinneberg
Ab Freitag

Kita-Streiks in Uetersen, Pinneberg, Halstenbek und Quickborn

In Halstenbek, Quickborn, Uetersen und Pinneberg werden ab Freitag kommunale Kindertagesstätten bestreikt Foto: Carsten Rehder/dpa

In Halstenbek, Quickborn, Uetersen und Pinneberg werden ab Freitag kommunale Kindertagesstätten bestreikt Foto: Carsten Rehder/dpa

Foto: Carsten Rehder / dpa

Die Gewerkschaft Ver.di ruft die Mitarbeiter ab Freitag auf, ihre Arbeit nieder zu legen. Das Ende des Arbeitskampfes ist offen

Kreis Pinneberg. Jetzt wird es ernst: Vom morgigen Freitag an lässt die Gewerkschaft Ver.di vier kommunale Kitas im Kreis bestreiken – und zwar in Halstenbek, Quickborn, Pinneberg und Uetersen. „Wir rufen die Mitarbeiter der Einrichtungen auf, die Arbeit unbefristet niederzulegen“, sagt Jens Festersen von Ver.di in Elmshorn.

Hintergrund sind die gescheiterten Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst

Hintergrund sind die gescheiterten Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst. In einer Urabstimmung hatten sich die Ver.di-Mitglieder mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Im Gegensatz zu den Warnstreiks wird es „keine Notdienstvereinbarung mit den Arbeitgebern geben“, wie Festersen betont. Das hieße im Extremfall, dass die Einrichtungen schließen müssten. Ob es so weit kommt, hängt von dem Einfallsreichtum der Kommunen ab.

In Halstenbek versucht die Gemeinde, die Auswirkungen abzumildern

Beispiel Halstenbek: In der kommunalen Kita am Bickbargen werden 140 Kinder von 25 Erziehern betreut. „Wir gehen davon aus, dass 15 von ihnen streiken werden“, sagt Fachbereichsleiterin Susanne Dietrich. Sie hat mit einigen Mitarbeiterinnen, die sich nicht an dem Ausstand beteiligen werden, eine vorübergehende Ausweitung der Stundenzahl vereinbaren können. „Außerdem haben wir alle Eltern angeschrieben und sie gebeten, uns so detailliert wie möglich ihre Betreuungswünsche zu nennen.“

Eltern, die beide berufstätig sind und Alleinerziehende mit Vollzeitstelle sollen Vorrang erhalten. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Wünsche erfüllen können.“ Das Angebot, wie es ohne Streik besteht, könne natürlich nicht aufrechterhalten werden. „Ich freue mich, dass sich viele Eltern von sich aus um Alternativen bemühen.“

Ausstand wird ab Montag im Kreis ausgeweitet

Ver.di will ab kommender Woche den Ausstand ausweiten. Dann werden auch mehrere Lebenshilfe-Kitas im Kreis bestreikt, auch Kreis-Mitarbeiter sollen sich beteiligen.