Pinneberg
Wedel

Ärger nach Strafanzeige gegen Wedels Rathauschef

Uwe Möller hat Strafanzeige gegen Wedels Bürgermeister Niels Schmidt gestellt. Es geht um Verleumdung, Betrug und üble Nachrede

Uwe Möller hat Strafanzeige gegen Wedels Bürgermeister Niels Schmidt gestellt. Es geht um Verleumdung, Betrug und üble Nachrede

Foto: Katy Krause

Rathausschef Niels Schmidt schließt rechtliche Schritte gegen Udo Möller, der ihn und drei CDU-Ratsherrn anzeigte, nicht aus.

Wedel. „Abwarten und Tee trinken“, man sehe den Entwicklungen „gelassen entgegen“: So lauten die offiziellen Reaktionen auf die Strafanzeige gegen Wedels Bürgermeister und drei CDU-Ratsherren, die auch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht wurden. Inoffiziell wird ein anderer Ton angeschlagen.

In einer internen E-Mail informierte Rathauschef Niels Schmidt am Donnerstag die Fraktionschefs und seine Mitarbeiter in der Verwaltung über die Strafanzeige, von der er erst vom Abendblatt erfahren hatte. Darin macht Schmidt deutlich, dass er bereit ist, sich zu wehren. So heißt es: „In Abstimmung mit der Justiziarin werden wir uns gegebenenfalls anwaltlich beraten lassen, um rechtlich gegen Herrn Möller vorzugehen.“

Wie berichtet, hatte Udo Möller Strafanzeige gegen den Bürgermeister sowie die CDU-Mitglieder Michael Kissig, Ulrich Kloevekorn und Michael Schernikau gestellt. Der Itzehoer Oberstaatsanwalt Uwe Dreeßen bestätigte die Anzeigen auf Abendblatt-Nachfrage. Möller, der mit Hilfe von Investoren auf dem städtischen Grundstück am Kirchstieg ein Wohnprojekt realisieren wollte, jedoch am Ende nicht zum Zuge kam, wirft dem Rathauschef und den CDU-Ratsherren unter anderem üble Nachrede und Verleumdung vor. Die Betroffenen weisen die Vorwürfe zurück.