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Wie der Keks seinen Namen bekam

Mögt ihr Kekse? Bestimmt! Aber wisst ihr auch, woher das Wort „Keks“ stammt? Der Erfinder dieses Wortes hat zum Beispiel den Leibniz-Butterkeks erfunden. Sein Name ist Hermann Bahlsen. Die Idee für seine legendären Butterkekse brachte er von Reisen nach England mit. Im 19. Jahrhundert gründete er die „Hannoversche Cakesfabrik H. Bahlsen“. Fällt euch etwas auf? Das englische Wort „Cakes“ ähnelt dem deutschen „Keks“.

Genau so kam das Wort auch zustande. Hermann Bahlsen machte aus „Cakes“ ganz einfach „Keks“. Heutzutage sagt man: er hat das Wort eingedeutscht. Allerdings wollte Hermann Bahlsen auf gar keinen Fall, dass die Mehrzahl von Keks als „Kekse“ ausgesprochen wird. In einem Brief an seine Frau schrieb er: „Wir gedenken: Der Keks und die Keks zu schreiben. Kekse finde ich scheußlich!“

Zwar schaffte es das von Bahlsen erfundene Wort „Keks“ schon Anfang des 20. Jahrhunderts in den Duden. Allerdings lautet die offizielle Bezeichnung für mehrere Gebäckstücke trotzdem „Kekse“ – gegen den Willen des Erfinders.

Die Leibniz Butterkekse sind übrigens nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz benannt. Zu der Zeit als Hermann Bahlsen nach Hannover zurückkehrte, war es üblich, Speisen nach berühmten Persönlichkeiten zu benennen.