Pinneberg
Tornesch/Uetersen

SPD will Polizeistation im Rathaus unterbringen

Die SPD schlägt vor, eine Poliewache für Uetersen und Torensch im heutigen Tornescher Rathaus unterzubringen

Die SPD schlägt vor, eine Poliewache für Uetersen und Torensch im heutigen Tornescher Rathaus unterzubringen

Foto: Alexander Landsberg

Wache Uetersen-Tornesch hätte im Gebäude Platz. Sozialdemokraten befassen sich künftig in Arbeitsgruppen mit politischen Schwerpunkten.

Tornesch.  Die Sozialdemokraten in Tornesch haben bei ihrer jüngsten Klausurtagung in Bokel beschlossen, Arbeitsteams zu drei politischen Schwerpunkten zu bilden. Dabei handelt es sich um die Verkehrssituation an der Ahrenloher Straße, den Bereich Friedlandstraße mit DRK-Kita und Tennisanlage sowie die Gestaltung des Tornescher Ortskerns.

Aus aktuellem Anlass beschäftigte sich die Mehrheitsfraktion im Stadtrat zudem mit der Schließung der Polizeistation. Tornesch sei eine wachsende Stadt in allen Bereichen. Nun solle die Polizeistation eventuell geschlossen werden. Das passe nicht. Es heiße, dass die Beamten der Polizeistation in gleicher Stärke in der Uetersener Polizeistation ihren Dienst tun sollen. Abgesehen davon, dass die Erfahrung anderes lehre, wie etwa bei der Schließung der Station Moorrege, sei der neue Standort unglücklich gewählt, weil dieser nicht zentral im Polizeirevier liege. Die Reaktionszeiten Richtung Tornesch-Ahrenlohe würden deutlich verlängert. „Eine gemeinsame Polizeistation ist nur an einem mittig liegenden Standort wie am heutigen Tornescher Rathaus akzeptabel“, so Fraktionschefin Verena Fischer-Neumann. Das habe einen schlechten Standort in seiner Funktion als Rathaus, wäre aber ein „perfekter Standort“ für die Wache.

Eine Fusionierung am aktuellen Standort in Uetersen ist für die SPD nicht akzeptabel, „wenn es für die Tornescher dann keinen Ansprechpartner der Polizei vor Ort mehr geben sollte“. Vom Chef der Polizeidirektion Bad Segeberg erhofft sich die SPD am 11. Mai im Hauptausschuss weitere Informationen in Sachen Polizeiwache.

Stadt muss im Straßenbestand für Verbesserungen sorgen

Die Anwohner der Ahrenloher Straße seien durch das erhebliche Verkehrsaufkommen in diesem Bereich schon seit Jahren strapaziert, so Fraktionschefin Fischer-Neumann. Die Kreisstraße 22, die dringend notwendig sei, um den Anliegern bis zum Kreisel Entlastung zu bringen, lasse noch immer auf sich warten. „Zusätzlich ist es notwendig, im Straßenbestand für Verbesserungen zu sorgen“, so Fischer-Neumann. Das gelte sowohl für die Lärmminderung als auch für die Radwegequalität. Zum nächsten Bauausschuss werde die Fraktion einen entsprechenden Antrag einbringen.

Im Bereich der Friedlandstraße müsse für die DRK-Kita und die Tennisanlage eine Lösung gefunden werden. Die Hängepartien um Neubau sowie Sanierung der DRK-Kita und die Schaffung einer Tennishalle seien für die Betroffenen schwer zu ertragen. Hier müssten Entscheidungen getroffen und konsequent umgesetzt werden. Mit dem Einsatz eines Planungsbüros durch den Bauausschuss sei in Sachen Ortskerngestaltung bereits ein wichtiger Anstoß gegeben worden, sagt die Fraktionschefin. Es werde notwendig sein, dieses Thema „in Kommunikation mit den Bürgern zu begleiten“.