Pinneberg
Pferdesport

Quickborn soll Paradies für Geländereiter werden

Die Reitwege im Himmelmoor machten Quickborn zur „Reiterfreundlichen Gemeinde“

Die Reitwege im Himmelmoor machten Quickborn zur „Reiterfreundlichen Gemeinde“

Foto: Burkhard Fuchs

Hans-Ulrich Plaschke hat Quickborn zur reiterfreundlichen Gemeinde gemacht. Nun plant der Reitsportfreund seinen nächsten großen Coup.

Quickborn. Hans-Ulrich Plaschke ist Reiter aus Leidenschaft und so ist es für ihn selbstverständlich, sich ehrenamtlich für die Reiterschaft in Quickborn einzusetzen. „Die Reiterei ist meine Berufung“, sagt der Ehrenvorsitzende des Vereins Reitregion Quickborn. „Deshalb ist es mir ein Anliegen, das Gelände um das Quickborner Himmelmoor bei norddeutschen Reitern bekannt zu machen.“

Unter Plaschkes Federführung wurde der Verein gegründet, ein Rundweg durch das Himmelmoor angelegt und Quickborn zur „reiterfreundlichen Gemeinde“ gemacht. Seitdem rührt er kräftig die Werbetrommel für das Quickborner Reiterparadies. Nun plant Plaschke seinen nächsten Coup.

Gemeinsam mit seinem Verein Reitervereinigung Reitregion Quickborn, der als Sprachrohr für die mehr als 80 Ställe rund um Quickborn fungiert, will er die Stadt zu einem „Eldorado der Geländereiter“ machen. Mit zwei Veranstaltungen will Plaschke auf das Potenzial der Natur in Quickborn aufmerksam machen. Dafür hat er nicht nur die lokale Reiterszene hinter sich gebracht, sondern auch einige hochkarätige Gäste gewinnen können.

Für Mittwoch, 29. April, lädt die Reitervereinigung unter dem Titel „Gefühlte Freiheit der Reiter im Gelände“ auf den Hof von John Tietjen ein. Der Hamburger ist erst seit kurzem in der Eulenstadt und renoviert den ehemaligen Kröger Hof. Auf dem Hof an der Heinrich-Hertz-Straße 18 nahe des Himmelmoores wird es am Veranstaltungstag von 17 bis 20.30 Uhr Referate, Diskussionen und Reitvorführungen geben.

Als Basisreferentin ist Christiane Müller von der Reiterlichen Vereinigung eingeladen, Bürgervorsteher Henning Meyn spricht über das Reiten aus Sicht der Landwirtschaft, Hans-Albrecht Hewicker, Kreisgruppenleiter der Kreisjägerschaft Pinneberg, stellt die Sicht der Jäger dar und Wibke Behrens spricht über richtige Verhaltensweisen beim Reiten im Gelände. Zwischendurch sind Vorführungen aus Dressur, Springen und Natural Horsemanship geplant. Der Eintritt ist frei.

Für Sonnabend, 2. Mai, ist dann ein geführter Geländeritt rund um das Himmelmoor geplant. Treffpunkt dafür ist um 13 Uhr am Stall Fellwechsel von Julia Selk, Heinrich-Hertz-Straße 20, in Quickborn. Um 13.30 Uhr geht es los ins Moor, wer nicht reiten möchte, kann auch mit der Kutsche fahren. Im Anschluss wird in der Berufsförderung Himmelmoor (BFH) ein großes Grillfest gefeiert. Die Kosten für den Geländeritt und das Grillfest liegen bei zehn Euro pro Person. Eine Anmeldung bei Julia Selk vom Stall Fellwechsel ist nötig.

„Wer gerne reitet, aber mit seinem Pferd noch nie den Hof verlassen hat, kann sich bei uns im Stall über das Geländereiten informieren und es auch gleich einmal ausprobieren“, sagt Julia Selk. Sie nimmt die Anmeldungen für den geführten Geländeritt unter der Telefonnummer 04106/62 00 93 oder 0170/412 78 06 sowie unter ihrer E-Mail-Adresse julia@fellwechsel.net entgegen.

Hans-Ulrich Plaschke ist eine wahre Größe der norddeutschen Reiterszene

„Wir wollen zeigen, wie viel die Reitregion Quickborn für Pferdefreunde zu bieten hat“, sagt Hans-Ulrich Plaschke. „Wir Reiter wollen keine Extrawürste, aber wir wollen die Natur genauso nutzen können wie Spaziergänger und Radfahrer.“ Hans-Ulrich Plaschke war Mitveranstalter der Messe NordPferd, ist seit vielen Jahrzehnten selbst Reiter und engagiert sich in der Reiterlichen Vereinigung.