Kindertagesstätten

In vier Kitas im Kreis streiken die Erzieher

Arne Kolarczyk
Auch an diesem Mittwoch streiken im Kreisgebiet Erzieher und Sozialpädagogen

Auch an diesem Mittwoch streiken im Kreisgebiet Erzieher und Sozialpädagogen

Foto: Lennart Banholzer

Vom Warnstreik sind erneut die Kita der Gemeinde Halstenbek und erstmals Einrichtungen der Lebenshilfe in Wedel, Appen und Elmshorn betroffen.

Kreis Pinneberg. Erneut finden an diesem Mittwoch Warnstreiks in mehren Kindergärten im Kreis Pinneberg statt. Betroffen sind bereits zum zweiten Mal die Kita der Gemeinde Halstenbek am Bickbargen sowie erstmals die drei Einrichtungen der Lebenshilfe in Wedel, Appen sowie Elmshorn.

Hintergrund sind die bisher ergebnislosen Verhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst. Bei der zweiten Gesprächsrunde Ende März hatten die Arbeitgeber laut der Gewerkschaft Ver.di zwar zugestanden, dass „etwas getan werden muss“, dennoch lehnten sie eine von Ver.di geforderte Verbesserung der Eingruppierung ab.

„Die Verhandlungen gehen am 9. April weiter“, erläutert Jens Festersen, bei Ver.di in Elmshorn zuständig für den öffentlichen Dienst. Mit den erneuten Warnstreiks wolle die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Festersen: „Mit vagen Absichtserklärungen spielen die Arbeitgeber auf Zeit. Wir aber wollen zügig konkrete Ergebnisse.“ Daher würden die Streikaktionen ausgeweitet.

Im Kreis Pinneberg seien deshalb die Einrichtungen der Lebenshilfe einbezogen worden, die ebenfalls unter den Tarifvertrag fallen würden. „Neben den privaten Kitas, die wie die Lebenshilfe den Tarifvertrag direkt anwenden, gibt es viele, die sich daran orientieren. Die Auseinandersetzung um eine gerechte Eingruppierung setzt deshalb auch ein Zeichen für den gesamten Bereich der Kinder- und Jugendarbeit“, sagt Ver.di-Mitarbeiterin Heike Maser-Festersen.

Auch in der zweiten Warnstreikrunde hat die Gewerkschaft die Eltern der betroffenen Kitas vorab über den Arbeitskampf informiert. Eltern, die ihre Kinder nicht woanders unterbringen können, wird eine Notbetreuung in der Einrichtung angeboten. Ein Entgegenkommen, das laut Ver.di jedoch nicht von Dauer sein wird. Bei einer entsprechenden Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite könnte in einem der nächsten Schritte die jeweilige Einrichtung auch komplett geschlossen bleiben.

( kol )

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