Pinneberg
Kreis Pinneberg

Das teuerste Pflaster liegt am Hamburger Rand

Insbesondere gebrauchte Immobilien werden teurer

Kreis Pinneberg. Im Hamburger Umland sind die Immobilienpreise im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Laut dem auf öffentlich zugänglichen Angeboten beruhenden LBS Immobilienatlas verteuerten sich vor allem gebrauchte Immobilien. Eigentumswohnungen legten um 8,7 Prozent zu, nach einem Plus von 5,9 Prozent in 2013. Für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser im Umland mussten Käufer durchschnittlich 4,4 Prozent mehr zahlen (2013: 5,8 Prozent). Grund ist der enorme Preisdruck aus dem Hamburger Markt, der auf das Umland übergreift.

Bei Neubauten verlief die Entwicklung weniger drastisch. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten in den Randkreisen im vergangenen Jahr lediglich ein Prozent mehr (2013: 8,7 Prozent), neue Eigentumswohnungen 2,2 Prozent (3,9 Prozent).

Am teuersten sind eigene Immobilien in den direkt an Hamburg angrenzenden Orten. Dort müssen etwa für Ein- und Zweifamilienhäuser aus dem Bestand im Schnitt 1835 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt werden. Im Kreis Pinneberg liegen Halstenbek, Schenefeld, Wedel und Rellingen deutlich über dem Schnitt, dort werden Preise zwischen 2383 (Rellingen) und 2607 Euro (Schenefeld) pro Quadratmeter aufgerufen. Quickborn weist eine der höchsten Teuerungsraten im Umland auf: Dort stieg der Quadratmeterpreis für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser um 12,5 Prozent auf 1953 Euro. Billiger wurde es dagegen in Barmstedt, wo 1579 Euro aufgerufen werden – ein Minus von 8,1 Prozent. Deutlich beliebter und damit teurer wurde Elmshorn. Dort kostete ein Quadratmeter eines gebrauchten Hauses jetzt 1733 gegenüber 1573 Euro im Vorjahr (plus 10,2 Prozent).

Neue Ein- und Zweifamilienhäuser werden im Hamburger Umland für durchschnittlich 2098 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Die teuersten Neubauangebote wurden in Halstenbek mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2990 Euro registriert. Auch Elmshorn (2618), Pinneberg (2201) und Wedel (2164) liegen teils deutlich über dem Schnitt. Weniger als im Vorjahr musste beispielsweise in Uetersen (1752) und Quickborn (1883) investiert werden.

Zehn Prozent teurer wurden Eigentumswohnungen aus dem Bestand in Halstenbek (1991 Euro/Quadratmeter), mehr als elf Prozent betrug die für Wedel festgestellte Teuerungsrate bei neuen Wohnungen (3089).

Für die Studie wurden im zweiten Halbjahr 2014 13.000 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und im Umland erfasst, davon rund 10.570 Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen aus dem Bestand.