Pinneberg
Schenefeld

Schenefelder Politiker stimmen gegen einen Penny-Neubau

Die Schenefelder Politiker im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt haben sich einstimmig gegen einen Neubau des Penny Marktes an der Altonaer Chaussee ausgesprochen.

Schenefeld. „Schenefeld ist ausreichend versorgt, es wäre unnötig an dieser Stelle einen weiteren großen Markt zu bauen“, sagt Ausschussvorsitzender Mathias Schmitz von den Grünen.

Die Rewe Group, zu der die Marke Penny gehört, hatte beantragt, den bestehenden drei Jahre alten Penny-Markt an der Altonaer Chaussee durch einen größeren zu ersetzen. Grund für den Antrag der Rewe Group waren Pläne des Unternehmens, sich künftig von den reinen Discountern abzusetzen und vermehrt auf sogenannte Hybrid-Discounter zu setzen. Durch die Umstrukturierung wäre der bestehende Markt mit 800 Quadratmetern zu klein geworden, es wäre ein Neubau mit 1000 Quadratmetern Fläche nötig gewesen. In das bisherige Gebäude hätte ein Drogeriemarkt einziehen sollen. Doch daraus wird nun nichts.

Die Schenefelder Stadtverwaltung stand den Plänen schon vor der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag skeptisch gegenüber, da der Bedarf an Verkaufsflächen als mehr als ausreichend eingeschätzt wurde.

Auch dem Kita-Neubau im Bereich Sandstücken erteilten die Ausschussmitglieder in der Sitzung eine Absage. „An dieser Stelle ist ein Neubau der Kita weder sinnvoll noch möglich“, sagt Schmitz. Die Fläche komme nicht infrage, da sie als Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet vorgesehen sei. „Außerdem müsste des Gelände erst erschlossen werden.“ Alternativflächen gebe es noch nicht, der Ausschuss müsse sich nun intensiv mit der Suche nach diesen befassen, so Schmitz.

Außerdem brachten die Politiker am Donnerstag den Bau einer Kantine und eines Gästehauses für das XFEL-Forschungsgelände auf den Weg, wenn auch nicht einstimmig. „Das ist schon verwunderlich“, sagt Mathias Schmitz. „Denn die Einrichtung ist wirklich ein Gewinn für die Stadt.“