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Elmshorn

Wer saniert die Knechtschen Hallen?

Foto: Anne Dewitz

Freundeskreis in Elmshorn sucht Investor und bewirbt sich für Förderprogramm „Engagierte Stadt“. Auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Veranstaltungen im Programm.

Elmshorn. Den Freundeskreis Knechtsche Hallen Keimzelle Kranhaus gibt es als Verein beinahe ein Jahr. Am 31. März 2014 hat er sich im Torhaus in den Räumen des Kunstvereins Elmshorn gegründet. Mittlerweile zählt der Verein 100 Mitglieder und einen Unterstützerkreis von circa 500 Menschen.

Die Ergebnisse der baulichen Untersuchungen der Knechtschen Hallen sollen demnächst vorgestellt werden. Dann gehen die Planungen in die nächste Runde. Wer kann sie kaufen, wer kann sie sanieren, wer betreiben? Ideen und Konzepte hat der Freundeskreis bereits erarbeitet. Nun geht es darum, Investoren zu überzeugen. „Wir wollen natürlich gestaltend Einfluss nehmen“, schreibt der Vorsitzende Jens Jähne in einem Rundbrief. „Dazu informieren wir uns laufend über andere Projekte, stehen im Austausch mit Menschen, die Entscheidungen treffen oder sie beeinflussen.“

So soll es im April ein Treffen mit dem Entwickler des Konzepts der mit Geschäften ausgestatteten Rindermarkthalle in Hamburg-St. Pauli geben. Er wird sich das Kranhaus, die Knechtschen Hallen und den Buttermarkt anschauen. „Wir sind gespannt, welche Ideen er hat“, sagt Jähne, der in der Rindermarkthalle ein Projekt sieht, das sich wohl auch in Elmshorn umsetzen ließe. Der Verein bewirbt sich auch um einen Zuschlag im Förderprogramm „Engagierte Stadt“. Gesucht werden Ideen, die bürgerschaftliches Engagement in der städtischen Gesellschaft verankern. Über einen Zeitraum von drei Jahren gibt es einen zweckgebundenen Zuschuss für deren Umsetzung.

Für die kommenden Monate sind zahlreiche Veranstaltungen im Kranhaus geplant: Die Urban Gardeners starten die Saison am 18. April von 10 bis 16 Uhr mit der KunstHandWerkGemeinschaft. Letztere plant für 9. Mai, 11. Juli und 12. September Ausstellungen. Das Repaircafé öffnet am 11. April von 10 bis 13 Uhr. Kranrock geht weiter am 21. März mit der Gregor Wilczek Band, am 11. April mit hartem Metal. Am 26. April findet der Bluesfrühschoppen mit einem Konzert der Farmers Road Blues Band und Jessica Born erstmals im Hof des Kranhauses statt. Und unter dem Motto „Ein Jahr Kranhaus“ sind für den 26. und 27. Juni Aktionen geplant.