Pinneberg
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Keine Bremse ersichtlich

9. März: „Mietpreisbremse auch im Kreis?“

Die Miete darf bei Neuvermietung um höchstens zehn Prozent gegenüber der „ortsüblichen Vergleichsmiete“ erhöht werden. Muss aber nicht! Dennoch wird sich kein Vermieter diese nun gesetzlich sanktionierte Maßnahme entgehen lassen. Die ortsübliche Vergleichsmiete ist nach meinem Verständnis der Mittelwert aus allen gegenwärtigen (heutigen) Mieten.

Wenn nun nach und nach alle Neumieten um zehn Prozent erhöht werden, muss logischerweise auch die ortsübliche Vergleichsmiete als neue statistische Basis steigen. Sie ist dann die Grundlage für alle weiteren Neuvermietungen, wobei zehn Prozent absolut gesehen einen proportional immer höheren Mietzins ergeben. Die Mieten steigen also zukünftig nicht linear sondern sogar exponentiell, weil die Berechnungsbasis wächst! Wo, bitte sehr, ist denn hier eine Mietpreisbremse

Axel Erfurth

Anwalt wird es richten

3. März: „Angeklagter schließt Geständis aus“

Ein überzeugendes Plädoyer und man hat das Gefühl, ein Brandstifter sei unschuldig. So läuft es leider fast immer ab. Für den Angeklagten heißt es dann im Schlusswort: Ich schließe mich den Ausreden meines Verteidigers an. Danach: Feuer frei.

Klaus-Jürgen Schneider

Checkliste muss abgehakt sein

28. Februar: „Abholzung zerstört Schenefelds Baumfrieden“

Dass so etwas nach dem „Düpenau-Drama" vor zwei Jahren noch einmal möglich ist, muss uns alle sehr nachdenklich stimmen und schreit nach Konsequenzen. Was nützen emotionale Äußerungen, was nützen Vereinbarungen, wenn die Geisteshaltung/Ernsthaftigkeit der Verantwortlichen nicht hinter solchen Regeln steht? Egal was geregelt wird, eines ist unabdingbar: Eine Checkliste, in der die notwendigen Schritte aufgelistet, abgearbeitet und abgehakt sind.

Es gibt für die Verkehrssicherungspflicht keine gesetzliche Definition nach § 823 Abs. 1 des BGB. Es sind Schutzmaßnahmen zu treffen, um Schadensersatz zu vermeiden. Mit Ihrer Auffassung, Frau Küchenhof, müsste zum Beispiel fast der ganze Klövensteen abgeholzt werden. Eine kleine, fast kostenneutrale Maßnahme dürfte ausreichen: Schilder mit dem Text: Betreten verboten oder Betreten auf eigene Gefahr. Der Eigentümer. Nach Ihrem Handeln stellt sich unter anderem die Frage Wem nützt es?

Walter Molter

Service nicht niedermachen

2. Februar: „Wie Bäcker sich ihr Brot verdienen“

Eine Bäckereifachverkäuferin, das sagt schon das Wort ihres Berufes aus, ist eben auch Verkäuferin. Stellen Sie sich einmal mehr als acht Stunden hinter den Tresen und nehmen nur Geld entgegen und geben Ware aus. Da machen sich Betriebe Gedanken, und Sie machen diesen Service nieder. Was glauben Sie, wie eine Verkäuferin sich freut, wenn Kunden doch Kuchen gekauft haben, sich daran erfreuen und es beim nächsten Mal ansprechen? Vor einiger Zeit gab es im Abendblatt einen Bericht über eine Schoko-Fabrik im Langefelder Damm. Ich habe dort zweimal eingekauft. Was der junge Mann hinten in der Fabrikation zaubert, wird von der Verkäuferin (eher Verwalterin) im Laden zerstört. Deutschland Servicewüste. Das stimmt leider zu einem großen Teil. Meine einzige Erklärung für Ihre Glosse: Sie können nicht Nein sagen. Nutzen Sie doch das Internet zum Einkauf. Da gibt es zwar keine Beratung, aber auch kein Gesülze.

Klaus Harder

Besser auf Flughafen setzen

2. März: „Chinesen stehen für Campus bereit“

Da reibt man sich doch erstaunt die Augen: Ein Vier-Sterne-Hotel in Thesdorf! Wir haben hier in Pinneberg den Thesdorfer Hof, Schlesselmann in Rellingen und das Cap Polonio. Herrn Graff und seinen emsigen Projektsteuerern empfehle ich die Planung eines Flughafens in Kaltenkirchen. Herr Wowereit wird ihnen sicher gern zur Seite stehen. Der Blick aus dem Fenster seines Büros auf die unfertige Elbphilharmonie sollte Herrn Graff doch von so einer Planung nicht abhalten.

Sigrid Bock

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