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Wedel

Parken für besseren ÖPNV? Wedels Umweltbeirat scheitert mit Vorstoß

Die Parkgebühren an der Elbe kommen – und zwar schon bald.

Wedel. Die Wedeler Kommunalpolitiker gaben kürzlich grünes Licht für die von der Stadtverwaltung vorgestellten Gebühren. Voraussichtlich von April an zahlen Autofahrer, die ihr Fahrzeug an der Elbe in Wedel abstellen wollen, 50 Cent für 30 Minuten. Jede angefangene halbe Stunde zählt, und zwar täglich von 9 bis 20 Uhr. Die Höchstparkdauer beträgt auf dem betroffenen Parkplatz Elbmarschen und dessen Erweiterung drei Stunden. Am Strandweg und an der Schulauer Straße sind es nur zwei Stunden.

Ein Tagesticket soll fünf Euro kosten. Damit erhöhte eine Mehrheit aus CDU, FDP und Grünen den Tagespreis um einen Euro. Die Verwaltung hatte niedriger angesetzt, um zum einen zu verhindern, dass Autofahrer durch die hohen Gebühren im Sommer auf Anwohnerstraßen ausweichen oder ein Knöllchen in Kauf nehmen. „Wir halten auch fünf Euro noch für durchaus bezahlbar“, erklärt Olaf Wuttke, der für die Grünen den höheren Tagespreis beantragte.

Wenn Wuttke Recht behält, erhöhen sich die Einnahmen für die Stadt. Bislang war die Verwaltung von 340.000 Euro ausgegangenen, die die neuen Parkgebühren an der Elbe in Wedels Stadtkasse pro Jahr schwemmen würden. Von diesem Batzen hätte der Umweltbeirat gern einen Teil abgezweigt und in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gesteckt. So fordert der Umweltbeirat, nicht nur die Besucher zu schröpfen, sondern damit andere Wege an die Elbe zu fördern – zum Beispiel durch eine bessere Anbindung des Schulauer Hafens durch die Buslinie 189 oder durch ein funktionierendes Fahrradverleihsystem mit Hamburg.

Den Bedarf sah auch Martin Schumacher, FDP. Mit rund 150.000 Euro wäre die bessere 189 auch im Budget. Allerdings sprach er sich wie die Mehrheit gegen den Vorstoß aus. Eine feste Kopplung hatte die SPD gefordert. 20 Prozent der Einnahmen wollte sie gern in einen umweltfreundliche Mobilitätstopf gegeben.