Pinneberg
Rellingen

Ein Jahrzehnt Arbeit für Senioren

Team im Kriminalpräventiven Rat Rellingen informiert über Enkeltrick, Autofahren und Handynutzung

Rellingen. Vor einem Jahrzehnt erhielt der Kriminalpräventive Rat in Rellingen Zuwachs. „Es gab schon Angebote für Jugend und Familie, da haben wir uns gedacht, wir müssen auch was für Senioren tun“, sagt Günter Blunk. Der 78 Jahre alte Rellinger ist seit dem 5. Februar 2005 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Senioren im Kriminalpräventiven Rat – und er hat gemeinsam mit seinem Team viel bewegt. „Wir haben etwa 50 Veranstaltungen organisiert, in denen es um die Belange älterer Menschen ging“, sagt Blunk.

Die Jubiläumsveranstaltung unter dem Motto „Sicher leben“, an der auch Bürgermeisterin Anja Radtke teilnimmt und die unter anderem einen Rückblick auf die zurückliegenden zehn Jahre beinhaltet, beginnt am Mittwoch, 18.März, um 15 Uhr im Ratssaal des Rathauses an der Hauptstraße. Bei Kaffee und Kuchen geht es ebenso um neue Wege der Kriminalitätsverhütung, die der Präventionsbeauftragte der Polizeidirektion Bad Segeberg, Kommissar Jörg Mangelmann, vorstellen wird.

„Wir haben in den zehn Jahren sehr gern mit der Polizei zusammengearbeitet“, sagt Blunk. Dank hochkarätiger Referenten sei es möglich gewesen, aktuelle Themen für die Zielgruppe verständlich aufzubereiten. So nahmen sich die acht Mitglieder der Arbeitsgruppe Senioren ganz zu Anfang des kontrovers diskutierten Themas „Sicher Autofahren im Alter“ an. Blunk: „Das war ein informativer und sehr gut besuchter Nachmittag.“

Zwischen 20 und 100 Gäste besuchen regelmäßig die Veranstaltungen, die mindestens zweimal pro Jahr stattfinden. Teilweise gibt es auch praktische Lebenshilfe. So erinnert sich Blunk besonders gern an einen Nachmittag, als Rellinger Hauptschüler den Besuchern den Umgang mit dem Handy zeigten. „Unsere Senioren waren begeistert, und die jungen Leute auch. Ich überlege, so etwas zu wiederholen.“

Wiederholt ging es auch um Vorbeugung vor Straftaten. So erfuhren die Besucher, wie die Enkeltrickmasche funktioniert und wie sie sich persönlich gegen Betrüger schützen können. „Das Thema Sicherheit im Alter beschäftigt uns immer wieder“, sagt der 78-Jährige, der lange Jahre als Kaufmann tätig war und in seiner neuen Funktion auch selber Vorträge hält. „Ich freue mich, anderen Tipps geben zu können. Ich mache diese ehrenamtliche Arbeit mit Leib und Seele.“

Jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft sich die Arbeitsgruppe Senioren im Kriminalpräventiven Rat Rellingen, um Themen für Veranstaltungen zu finden, diese vorzubereiten und aktuelle Dinge zu besprechen. Derzeit arbeiten sechs Frauen und zwei Männer mit, alle im Rentenalter. „Wir würden uns freuen, wenn wir weiteren Zuwachs bekämen“, sagt Blunk. Die Mitglieder bewerben auch ihre Veranstaltungen. Sie drucken teilweise mehrere 100 Flyer und verteilen sie auch selbst, um möglichst viele Besucher zu erreichen.