Pinneberg
Rellingen

Rellingen hat auf Salz gebaut – und verliert 4238 Euro

Der milde Winter verhagelt Rellingen die Bilanz.

Rellingen. Das Problem ist die umfangreiche Streusalzreserve, die von der Gemeinde 2011 nach zwei strengen Wintern in Folge beschafft worden war. Nun muss die Gemeinde das extra angemietete Salzlager räumen und das Streusalz mit Verlust verkaufen. Der Verkehrsausschuss stimmte diesem Deal zähneknirschend zu und beauftragte die Verwaltung, den Bau einer eigenen Salzhalle auf dem Gelände des Bauhofes zu prüfen.

Der verfügt bisher lediglich über ein Salzsilo mit einer Kapazität von 50 Tonnen. „Dieses ist abgängig und muss sowieso ersetzt werden“, sagt Andrea Reichert, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen. Der Specht habe das Holzständerbauwerk über die Jahre derart bearbeitet, dass es nicht zu retten sei.

Als zusätzliche Notreserve erwarb die Gemeinde vor vier Jahren 200 Tonnen Streusalz, die für den Fall der Fälle für 250 Euro monatlich in der Salzhalle einer Firma eingelagert wurden. Diese hat den Vertrag gekündigt, sodass die Halle zum 1. Mai geräumt werden muss. „Wir haben keine alternative Lagermöglichkeit gefunden“, so Reichert. Obwohl die Gemeinde in diesem Winter die Reserve anbrach, sind angesichts der wenigen Frosttage noch 175 Tonnen übrig. Nun hat sich der Kreis bereit erklärt, diese Menge zu kaufen – allerdings nur zum tagesaktuellen Preis. Da die Nachfrage angesichts der milden Witterung überschaubar ist, wird sich für die Gemeinde ein Verlust von 4238,30 Euro ergeben.