Pinneberg
Moment mal!

Und was ist mit Tornesch?

Eine Glosse von Rainer Burmeister

Haben Sie es gelesen? Pinneberg plant den 100-Millionen-Campus. Und was ist mit Tornesch? Kann ja wohl nicht wahr sein, dass der dortige umtriebige Bürgermeister einfach einen Trend verpennt hat! Der Pinneberger Coup, das Eggerstedt-Kasernen-Areal mit Hotel, Akademie, Internationaler Schule und so weiter zu bebauen, müsste doch für Roland Krügel der Anlass sein, einmal mehr bessere Zugverbindungen für sein Städtchen zu verlangen. Aber bitte nicht klein-klein, sondern etwas großspuriger, wenn’s recht ist.

Wie wäre es mit einer Wiederbelebung des Transrapids? Die sanft entschlafene Magnetschwebebahn könnte doch als Tornrapid mit Tempo 400 auf Touren gebracht werden. „Oha“, sagen Sie? Genau! Vom dortigen Businesspark aus könnte der Rasezug über den zum Business-Airport erweiterten Flugplatz Ahrenlohe direkt Tornesch-City ansteuern. Nächster Haltepunkt wäre dann Pinneberg-Campus auf dem Weg von und nach Hamburg. Na, wenn das kein Meilenstein der Nahverkehrszukunft ist.

Die Altteile der Transrapid-Versuchsstrecke im Emsland könnten für das neue Projekt kostensparend weiterverwendet werden. Als Streckenführung für den Stelzen-Jet bietet sich die Bahntrasse oder die Autobahn an. In Hamburg würde der Tornrapid dann über die Busbeschleunigungsspuren von Olaf Scholz bis zum Hauptbahnhof geführt werden. In diesem Sinne lautet mein Appell an Roland Krügel: „Übernehmen Sie!“