Pinneberg
Bönningstedt

Bönningstedter KiJu drei Monate geschlossen

Kinder- und Jugendzentrum muss saniert werden. Ausweichstandort ist Kulturzentrum. Leiterin plant Ausflüge zum Schlittschuhlaufen

Bönningstedt. Die Kinder und Jugendlichen in Bönningstedt, die das Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) regelmäßig besuchen, müssen sich vorübergehend auf einen Ortswechsel einstellen. Die Bürgerstuben an der Ellerbeker Straße, in deren Keller das KiJu seit 35 Jahren sein Zuhause hat, werden zurzeit aufwendig saniert. Das betrifft auch das Untergeschoss, in dem Wände eingezogen, die Elektrik neu verkabelt, die Decke erneuert und gestrichen werden muss. Dies wird voraussichtlich bis Ende März dauern. Solange wird Jugendzentrumsleiterin Tinka Niehusen mit ihren Schützlingen ins Kulturzentrum (Mensa der Grundschule) an der Kieler Straße ausweichen und die Kinder zu Exkursionen einladen.

Die KiJu-Leiterin hat volles Verständnis für die Sanierungsarbeiten. „Wir freuen uns schon alle auf die frisch renovierten neuen Räume“, sagt sie. So wird die laute Lüftungsanlage endlich hinter Wänden verschwinden und Niehusen selbst wird ein kleines Büro bekommen. Die Gemeinde wird das KiJu auch neu möblieren.

„Das wird im Prinzip alles neu“, sagt Hilmar Frehsdorf, der das Gebäude mit seinem Sohn im vergangenen Jahr gekauft hat und es seit März aufwendig saniert. Die Sanierungskosten hätten die geplante Summe von 400.000 Euro, die ein Gutachten ergeben hatte, längst überschritten, sagt Frehsdorf. Das Dach musste erneuert, die Lüftung modernisiert, Strom- und Wasserleitungen neu verlegt werden.

Die Gaststube, die den Fußballern des SV Rugenbergen als Clubheim dient, sei mittlerweile fertig. Nun müssten noch das KiJu und das Restaurant im Obergeschoss saniert werden. Für das Restaurant, das bislang von einer feuerfesten Tür geschützt wurde, muss noch – so hat es die zuständige Behörde vorgegeben – eine Brandrauchschutztür eingebaut werden. „Das ist eine Spezialanfertigung“, sagt Frehsdorf. Lieferzeit: zwölf Wochen.

Somit müssen sich die etwa zehn Neun- bis 15-Jährigen, die jeden Dienstag von 16 bis 20 Uhr ins KiJu kommen, in Geduld üben. Vize-Bürgermeisterin Anke Rohwer-Landberg bittet dafür um Verständnis. Vom 3. Februar an treffen sich die Kinder und Jugendlichen dienstags von 16.30 bis 18 Uhr im Kulturzentrum. Anschließend können sie nebenan eine Stunde in der Turnhalle der Grundschule toben und spielen, kündigt Tinka Niehusen an.

Um die Wartezeit spannender zu gestalten, wird sie am 17. und 30. Januar sowie am 14. Februar mit den Kindern nach Stellingen zum Schlittschuhlaufen fahren. Treffpunkt ist jeweils um 14Uhr am AKN-Bahnhof. Mit dabei sind die Kinder und Jugendlichen aus Hasloh, die Tinka Niehusen ebenfalls betreut. Sie hofft, dass das alljährliche Breakdance-Battle-Spektakel Ende März bereits in den frisch renovierten Räumen starten kann. Und für den 9.April, mitten in den Osterferien, sei eine Lan-Party geplant. Vizebürgermeisterin Rohwer-Landberg kündigt an: „Wir wollen die offene Jugendarbeit in Bönningstedt ausweiten.“