Pinneberg
Barmstedt

Das Amt Rantzau baut und sorgt für die Zukunft vor

Neue Baugrundstücke sind bereits erschlossen. Kosten für Breitbandausbau ermittelt

Barmstedt. Mit 8500 Einwohnern in zehn Gemeinden ist das Amt Rantzau die kleinste eigenständige Verwaltung im Kreis Pinneberg. „Die Amtsverwaltung ist gut aufgestellt für die kommenden Jahre“, ist Amtsvorsteher Willi Hachmann überzeugt. Die seit neun Jahren laufenden Kooperationen im Sozial- und Standesamt mit der Stadtverwaltung Barmstedt sollen weitergeführt werden. „Eine Ausweitung der Zusammenarbeit ist aber für die nächsten Jahre nicht geplant.“

Wie in anderen ländlichen Bereichen bemängeln die Gemeinen des Amtes Rantzau die Leistungsfähigkeit ihrer Breitband-Infrastruktur. Eine gemeinsame Erkundung des Marktes hat bereits mit den sieben Gemeinden des Amtes Elmshorn-Land stattgefunden. Nun sollen die Kosten ermittelt werden, kündigt Amtsvorsteher Hachmann an, damit auch hier bald der Glasfaserausbau beginnen kann, den das benachbarte Amt Hörnerkirchen dieses Jahr bereits realisieren wird.

Auch wenn PRD Energy seine geologischen Untersuchungen für ein Jahr zurückgestellt hat - „das Thema Fracking ist weiterhin von höchster Aktualität“, warnt Hachmann. Die behördlichen Genehmigungen zum Aufsuchen von Kohlenwasserstoffen, insbesondere Erdölvorkommen in den Erlaubnisfeldern Barmstedt und Elmshorn, hätten in der Bevölkerung für große Unruhe gesorgt. „Wir unterstützen dabei die Bürgerinitiative Fracking-freies Auenland.“

Um jungen Familien ausreichend Wohnraum anzubieten, wird auch wieder fleißig gebaut. In Bilsen werden an der Klosterkoppel 15 Baugrundstücke erschlossen. Im Mischgebiet sind noch drei Grundstücke zu haben. In Ellerhoop sind im Bereich Dorfstraße/Baumschulenweg acht Baugrundstücke geschaffen worden, die ab Mai bebaut werden können. Weitere 18 Baugrundstücke sollen dort im Herbst dieses Jahres erschlossen werden.

Auch Hemdingen will wachsen. Dort werden am Gerstenhof dieses Jahr 13 Baugrundstücke für die Bebauung hergerichtet. Langeln hat den Bebauungsplan an der Schoolkoppel jetzt abgeschlossen. Damit könnten dort 22 Einfamilienhäuser errichtet werden. Die freien Grundstücke werden über die Homepage der Gemeinde vermarktet. Und in Lutzhorn sind am Buchenweg acht neue Grundstücke für Bauwillige vorhanden.