Pinneberg
Bokholt-Hanredder

Peta-Tierschützer stellen Strafanzeige nach Herdentötung

Die Tierschutzorganisation Peta hat nach dem Abschuss einer Rinderherde in Bokholt-Hanredder Strafanzeige gegen die Verantwortlichen gestellt.

Bokholt-Hanredder. Wie Peta mitteilt, soll gegen Rainer Schattauer, den Ordnungsamtsleiter des Amtes Rantzau, gegen mehrere Bedienstete des Kreisveterinäramtes sowie fünf Jäger wegen Tierquälerei ermittelt werden. Zuständige Strafverfolgungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft Itzehoe. Laut Angaben von deren Sprecher Uwe Dreeßen war die Strafanzeige bis Dienstagnachmittag noch nicht eingegangen, bisher laufen in dieser Sache noch keine Ermittlungen.

„Der schonungslose Umgang mit den Tieren ist erschreckend. Die Behörde hat im Zusammenspiel mit der Jägerschaft eine ganze Herde in Wildwest-Manier abschießen lassen, anstatt tiergerechte Möglichkeiten wie Betäuben oder Einfangen zu ergreifen“, so Krishna Singh, Rechtsanwalt bei Peta Deutschland. Er sagt weiter: „Wir hoffen auf eine neutrale und gründliche Aufarbeitung der Geschehnisse durch die Strafverfolgungsbehörden.“

Laut der Tierschutzorganisation war der Abschuss der 21 Highland-Rinder und Galloways nicht durch einen vernünftigen Grund gerechtfertigt. Laut Peta ist es möglich, auch große Tiere durch gezielte Betäubungsschüsse von Straßen fernzuhalten. Dies wäre die tierschutzrechtlich richtige Option gewesen.