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Quickborn

Mit dem Rad von der Bahn zur Arbeit

Quickborn bindet mit 60 Leihfahrrädern das Gewerbegebiet Halenberg an die AKN an

Quickborn . Die Stadt Quickborn reagiert mit einem neuen umweltfreundlichen Angebot auf den A7-Ausbau und die zunehmende Staubildung auf der Bahnstraße. So gibt es jetzt zwei Stationen zum Ausleihen von Fahrrädern, eine an der Bahnstraße gegenüber dem AKN-Bahnhof Tanneneck und eine zweite in der Pascalkehre im Gewerbegebiet Halenberg mit insgesamt 60 Fahrrädern. Damit sei die Stadt einem lang gehegten Wunsch der dortigen Unternehmen nachgekommen, dass deren Mitarbeiter nicht nur an eine Buslinie, sondern auch an die Bahn angeschlossen werden, erklärt Wirtschaftsförderin Maren Rusch. Im Gewerbegebiet an der A7 arbeitet fast die Hälfte aller 6000 Beschäftigten in Quickborn.

Die Leihfahrräder stellt das Unternehmen Nextbike aus Leipzig zur Verfügung, das bereits in der Nachbarstadt Norderstedt acht Stationen aufgebaut hat. Auf diese Weise könnten die Quickborner auch die AKN-Linie 2 in der Quickborner Straße mit dem geliehenen Rad anfahren, es dort abstellen und mit der AKN zum U1-Bahnhof in Norderstedt-Mitte weiterfahren und so auch wieder zurückkommen. Dadurch sparen sie sich die kostspielige Umfahrung mit der AKN über Ulzburg, die außerhalb des Tarifgebiets liegt, weist Erster Stadtrat Klaus H. Hensel auf einen weiteren Vorteil hin. Zudem könnten die so radelnden Quickborner auch zum Stadtpark nach Norderstedt gelangen oder das Herold-Center erreichen, wo es ebenfalls Nextbike-Stationen gibt. Zudem werden gerade in unmittelbarer Nähe der Station in der Bahnstraße, wo auch ein Park-and-Ride-Platz für 40 Fahrzeuge eingerichtet wird, 300 neue Wohneinheiten in Quickborn gebaut. Und auch der Rantzauer Forst sei hier in Quickborn-Heide nicht weit entfernt, um Radtouren in die Natur zu unternehmen.

Das Ausleihen funktioniere recht einfach über eine Registrierung, die über das Internet, per Telefon oder vor Ort über das Handy oder an einem Terminal der Ausleihstation möglich sei, erläutert Maren Rusch. Der Kunde bekommt dann den Zugangscode für das Fahrradschloss zugemailt oder gesimst. Das Geld wird per Kreditkarte oder per Lastschriftverfahren vom Konto abgebucht. Ersteres ermöglicht das sofortige Losfahren. Die zweite Variante braucht drei Tage Vorlauf. 30 Minuten Leihfahrradfahren kostet einen Euro. Die Höchstgebühr pro Tag beträgt neun Euro. Jedes Fahrrad muss wieder an einer Nextbike-Station angeschlossen werden. 350-mal seien die Räder bereits in den ersten zwei Wochen ausgeliehen worden.