Pinneberg
Kreis Pinneberg

Kulturpreis für Enkelin eines Gottes

Auszeichnung vom Kreis für Isländerin Anna Gudjonsdottir und A-Cappella-Ensemble Quartonal

Kreis Pinneberg . Ihr Name ist bereits vielversprechend. Immerhin bedeutet der Nachname der in Island geborenen Künstlerin Anna Gudjonsdottir übersetzt Tochter eines Gottessohns. Ob nun mit göttlicher Eingebung oder nicht – auf jeden Fall sind ihre Werke von solcher Ausstrahlungskraft, dass sich die Jury dazu entschied, den diesjährigen Anerkennungspreis des Kreises Pinneberg der in Schenefeld arbeitenden 56-jährigen Landschaftskünstlerin zu verleihen.

In der Drostei erhielt Gudjonsdottir am Sonntag aus den Händen von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Urkunde und von Landrat Oliver Stolz den damit verbundenen Scheck in Höhe von 5000 Euro. Wer ihre Werke bestaunen will, muss sich aber noch gedulden. Eine Ausstellung in der Drostei ist erst für 2016 geplant. Dagegen gab das ebenfalls ausgezeichnete A-Cappella-Ensemble Quartonal, das den mit 2500 Euro dotierten Förderpreis erhielt, bereits am Sonntag eine Kostprobe ihres Könnens.

Zur feierlichen Verleihung waren zahlreiche Besucher gekommen. „Noch nie war das Interesse an dem Kreiskulturpreis so groß wie heute“, kommentierte Tiemann den Andrang. Die Stühle reichten kaum aus. Um überhaupt dem regen Interesse gerecht zu werden, waren auch in den Räumen neben dem großen Saal im ersten Stock Stuhlreihen aufgestellt worden. Im Vorwege der diesjährigen Preisverleihung hatte es eine heftige Debatte über den Sinn des Preises und vor allem die damit verbundenen Richtlinien zur Vergabe gegeben.

Seit 1981 vergibt der Kreis Pinneberg die Auszeichnung an Kulturschaffende der Region. Bislang wurden 46 Künstler ausgezeichnet. Bereits viermal, zuletzt 2014, wurden die Vergaberichtlinien geändert. Unter anderem wurde die Amtszeit der Jurymitglieder beschränkt, um die Diskussion lebhaft zu halten. Mit den geänderten Richtlinien übernahm Drostei-Chefin Stefanie Fricke den Vorsitz über die Kulturpreisjury. „In diesem Jahr wurden 22 Vorschläge von Bürgern für die Vergabe des Kreiskulturpreises eingereicht“, berichtete Fricke. „Diese Zahl hat mich sehr beeindruckt und ich hoffe, dass die Beteiligung auch in den kommenden Jahren so hoch bleibt.“