Pinneberg
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Ein letztes Mal aufs Brett

Erste Saison der Pinneberger Wasserski-Anlage Cablesport Arena endet am Wochenende. Betreiber sind zufrieden

Pinneberg. Seit Dezember 2013 gehört die Pinneberger Wasserskianlage an der Burmeisterallee dem Rellinger Unternehmer Andreas Eppinger. Gemeinsam mit seinen Söhnen Phillip und Sebastian betreibt er am Pinneberger See die Cablesport Arena, nachdem die Vorbesitzer insolvent gegangen waren. Zu Ostern eröffnete die Anlage unter neuem Namen, nun blickt die Unternehmerfamilie auf eine erfolgreiche erste Saison zurück.

„Ich bin zufrieden mit der Saison, der Betrieb ist gut angelaufen“, sagt Betriebsleiter Sebastian Eppinger. Bereits drei Monate nach der Eröffnung konnte die Anlage 3500 Besucher verzeichnen. „Im Sommer hatten wir an guten Tagen mehr als 1000 Besucher auf dem Gelände“, sagt Eppinger. Davon habe jedoch nur ein Teil den Wasserskilift genutzt. „Viele Gäste haben einfach nur das Gastro-Angebot des Strandklubs wahrgenommen“, so der Betriebsleiter. Das Konzept, den Betrieb der Wasserskianlage durch einen funktionierenden Gastronomiebetrieb zu stützen, sei aufgegangen, so die Bilanz.

„Es fühlt sich gut an, Unternehmer zu sein“, sagt Sebastian Eppinger. Und das, obwohl er in der Hauptsaison jeden Tag von früh morgens bis spät abends auf der Anlage gearbeitet hat. „Im Sommer kommt man schnell auf zwölf bis 14 Stunden. Aber man ist immer unter Freunden, und wenn ich mal ein bisschen Luft habe, gehe ich auch selbst aufs Brett“, sagt der passionierte Wakeboarder. Mittlerweile beschäftigt die Betreibergesellschaft Cablesport GmbH fünf festangestellte Mitarbeiter, im Sommer halfen zudem zahlreiche Saisonkräfte auf der Anlage aus.

Trotz des guten Starts und der positiven Rückmeldungen der Gäste soll sich bis zur nächsten Saison noch einiges auf dem Gelände ändern. „Es gibt noch viel zu tun. An vielen Stellen muss optisch noch etwas gemacht werden, und wir wollen auch unsere Außenwirkung noch verbessern“, sagt Eppinger. Das gastronomische Konzept des Strandklubs soll sich mit Beginn der neuen Saison im April oder Mai 2015 ebenfalls ändern. „Wir planen eine Tiki-Bar, an der vor allem Rum-Drinks verkauft werden. Bei den Speisen wollen wir in Zukunft mehr auf Snacks wie zum Beispiel Tapas setzen.“ Bisher lag der Schwerpunkt eher auf einfachen Nudelgerichten.

Aus dem alten Gebäude der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) soll eine Sommerterrasse werden. Auch den Bau eines richtigen Restaurants mit 40 Sitzplätzen, das einen ganzjährigen Betrieb der Anlage ermöglichen soll, planen die Eppingers nach wie vor. Sebastians Bruder Phillip, der sich bereits jetzt um die Gastronomie auf der Anlage kümmert, soll Chef des Restaurants werden. Mehr als eine halbe Million Euro hat die Familie bisher in die Anlage investiert. Deshalb müssten größere Investitionen vorerst ein wenig auf sich warten lassen, sagt Sebastian Eppinger, der seinen Vater im vergangenen Jahr auf die Insolvenz der Betreibergesellschaft und die damit einhergehende Möglichkeit aufmerksam gemacht hatte.

Sofern es das Wetter zulasse, wolle er die Wasserski-Anlage an Wochenenden auch in der Wintersaison öffnen, sagt der Jungunternehmer. Sollte der Pinneberger See im Winter durchfrieren, kann sich Sebastian Eppinger sogar ein Eisvergnügen auf der Anlage vorstellen. Auch das traditionelle Neujahrs-Feuerwerk am 1. Januar (19 Uhr), das Eppinger gemeinsam mit der Pinneberger Wirtschaftsgemeinschaft veranstaltet, soll auf der Anlage stattfinden. Bei schlechtem Wetter wird das Spektakel vom 1. auf den 5. Januar verschoben. Mehrer Tausend Besucher erwartet er zum Feuerwerk. Danach bleibe die Anlage allerdings im Januar komplett geschlossen.

Am kommenden Wochenende, 31. Oktober bis 2. November, geht die erste Saison der Cablesport Arena offiziell zu Ende. Von Freitag bis Sonntag wird die Anlage noch einmal jeweils von 13 bis 16 Uhr geöffnet. „Am Freitag kann umsonst gefahren werden, und am Sonnabend öffnen wir ganz normal“, so Eppinger. Am Sonntag gibt es im Strandklub Speisen und Getränke gegen Spende. „Jeder zahlt das, was er möchte.“ Die Einnahmen der Gastronomie von Sonntag sind gemeinsam mit einer Spende des Lions Clubs für die Jugendarbeit in Pinneberg und Rellingen bestimmt.

Die neue Saison in der Pinneberger Cablesport Arena beginnt dann offiziell am 1. Mai 2015. Bei gutem Wetter wolle er die Anlage aber auch im April schon wieder regelmäßig öffnen, sagt Sebastian Eppinger, der optimistisch in die Zukunft blickt. „Wir sind gut gestartet. Jetzt hoffen wir, dass es im nächsten Jahr genauso gut weitergeht.“