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Sozialverband spricht sich gegen eine Senkung des Rentenbeitrags aus

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert die Bundestagsabgeordneten Ole Schröder (CDU), Ernst Dieter Rossmann (SPD), Cornelia Möhring (Die Linke) und Valerie Wilms (Grüne) auf, gegen eine Senkung des Rentenbeitrags aktiv zu werden und sich stattdessen für eine belastbare und zukunftssichere Altersversorgung einzusetzen.

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SoVD-Kreisvorsitzender Gerhard Renner: „Beitragssenkungen fördern bei genauem Hinsehen die Altersarmut.“ Angesichts der bereits vorhandenen und sich weiter aufbauenden Alterspyramide müsse dringend eine Demografie-Reserve aufgebaut werden, sonst erhielten in Zukunft immer mehr Senioren keine Rente, die zum Leben reiche. „Denn private Zusatzversicherungen können sich immer weniger Menschen leisten.“

Es sei also notwendig, den Beitragssatz der gesetzlichen Rente zu stabilisieren anstatt kurzfristig und leichtfertig die Beiträge zu senken, so Renner. „Den oberen Grenzwert für die Rücklage im Rententopf heraufzusetzen, wäre der richtige Weg.“ Dadurch entstünden echte Chancen für die Leistungssicherung und dringend erforderliche Leistungsverbesserungen. „Dann wäre es auch möglich, die Abschläge bei den Erwerbsminderungsrenten abzuschaffen. Damit würde eine klaffende Gerechtigkeitslücke geschlossen und den Menschen geholfen, die arbeiten wollen, es aber nicht mehr können.“