Pinneberg
Rellingen

Rellingens neuer Jugendbus

Dank Versicherung und Spenden kann die Gemeinde den in Brand gesetzten Fiat Skudo ersetzen

Rellingen. Die Erinnerung an den 28. Juli lässt Anja Radtke nicht los: „Ich stand hinter dem Rathaus, sah den ausgebrannten Jugendbus und dachte, wer macht bloß so was.“ Inzwischen sitzt der Serienbrandstifter in Haft – und dank der Versicherung und einer Spende des Lions Clubs Ellerbek-Rellingen bleibt die Gemeinde nicht auf dem Schaden sitzen: Seit Mittwoch verfügt die Jugendpflege über ein neues Fahrzeug. Und der Fiat Ducato aus dem Centro-Autohaus Thomsen ist sogar etwas größer als der ausgebrannte Skudo.

„Ich freue mich riesig. Es ist ein unglaubliches Gefühl, jetzt über das neue Fahrzeug zu verfügen“, sagt die Bürgermeisterin. Aber sie bekennt auch: „Ich sehe mich immer noch auf dem Parkplatz vor dem ausgebrannten Wrack stehen.“ Sie dankte dem Lions-Club, der bereits 2011 das Vorgängerfahrzeug mitfinanziert hatte. „Die Mobilität ist eine der wichtigsten Säulen der Jugendarbeit. Und jetzt ist sie wieder gewährleistet“, so Radtke weiter.

17.900 Euro hat die Versicherung als Zeitwert für das zerstörte, erst drei Jahre alte Fahrzeug erstattet. 5100 Euro gab der Lions Club dazu, sodass der Fiat Ducato als Jahreswagen gekauft werden konnte. „Wir waren bestürzt, als wir hörten, dass der von uns mitfinanzierte Bus mutwillig zerstört worden war. Es stand für uns außer Frage, uns wieder finanziell für das Projekt zu engagieren“, sagt Paul Steiner, Präsident des Lions-Clubs. Das Geld sei bei einer Aktion anlässlich der Vattenfall Cyclassics zusammen gekommen.

Ortsjugendpfleger Daniel Mietz freut sich über die motorisierte Verstärkung der Jugendpflege. „Wir brauchen dringend ein solches Fahrzeug. Wir sind gerade mitten im Herbstferienprogramm und täglich mit den Kindern und Jugendlichen unterwegs.“ Neun Personen inklusive Fahrer finden in dem neuen Fahrzeug Platz. Es verfügt auch über eine Anhängerkupplung und kann Lasten bis zu drei Tonnen ziehen. „Es war unser Wunsch, ein größeres Fahrzeug zu bekommen, weil wir viel Material transportieren müssen“, so Mietz weiter. Und im Gegensatz zum 7,5 Tonnen schweren Jugendmobil sei der Fiat Ducato klein und wenig.