Pinneberg
Kommentar

A-7-Ausbau wird Ärger bringen

So ganz ausgegoren ist das Baustellen-Management der Verantwortlichen noch nicht, wie sich gestern bei der vierte Informationsveranstaltung des Verkehrsministers Meyer in Pinneberg herausstellte.

Die App fürs Smartphone, die die Staus auf der A7 und mögliche Ausweichrouten schnell und aktuell anzeigen soll, ist erst im Aufbau. Die Freigabe der beiden Standstreifen auf der A23, die seit Jahren auf der A7 bei hohem Verkehrsaufkommen Entlastung bringt, wird noch geprüft. Die versprochenen zusätzlichen Zughalte gelten nicht für alle Pendler entlang der Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg. Und auch über die stauentlastende Ampelschaltungen dürften viele nur müde lächeln. All das verspricht in den nächsten Jahren reichlich Ärger für die Autofahrer und Logistikunternehmen im Kreis Pinneberg und wird ihre Geduld reichlich strapazieren.

Am Ausbau der A7 führt kein Weg vorbei. Diese Aussage des Ministers gilt somit im doppelten Sinne. Die für viele Jahre größte Baustelle im Norden, die der sechs- bis achtspurige Ausbau der A7 bis zum Elbtunnel mit sich bringen wird, ist notwendig, weil sonst erst recht der Verkehr zum Erliegen kommen würde. Schon jetzt stehen viele Autofahrer im Hamburger Umland auf der nicht ausgebauten Autobahn im Stau. Wirkliche Alternativen für Ausweichstrecken oder attraktives Umsteigen auf die Bahn gibt es für viele Menschen im Kreis Pinneberg aber auch nicht.