Pinneberg
Gartenzeit

Leser stellen Fragen, die Gartenzeit-Experten antworten

Hannelore Rasmuss hat sehr viel Phlox in ihrem Garten. Er steht an verschiedenen Stellen.

An einigen bekommen die Blätter sehr schnell Mehltau, an anderen wenig oder gar nicht. Jetzt fragt sich Rasmuss, was sie tun kann.

„Phlox liebt einen offenen Standort“, sagt Erich Luer. „Fehlt Luftbewegung, so bleiben die Blätter länger feucht und der Pilz kann sich ausbreiten. Das Gleiche kann bei Pflanzen passieren, die schon länger ungeteilt vor sich hin wachsen und viele dünne Triebe besitzen. Im Inneren der Pflanze ist der Luftaustausch dann ebenfalls schlecht.“ Die Mehltauanfälligkeit könne von Sorte zu Sorte variieren, so Luer. Es scheine manchmal so zu sein, dass sich bei neuen Sorten der Mehltaupilz noch nicht auf den neuen Wirt (also die neue Sorte) eingestellt habe. „Falls man an chemischen Pflanzenschutz denkt, so haben wir bei uns im Garten sehr guten Erfolg gehabt, wenn wir schon frühzeitig im April bei passender Witterung (Temperaturen über 12 Grad Celsius) gegen Echten Mehltau gespritzt haben“, sagt Luer. „Der Anfangsbefall wird so stark reduziert bei relativ geringem Mittelaufwand. Auch in der zwei Jahreshälfte stellen wir dann in der Regel nur geringen Mehltaubefall fest. Im Herbst gehört Pilzbefall im Garten zum normalen Vergehen im Jahreslauf. Sowohl zu viele Nährstoffe als auch zu wenig schwächen die Pflanze und begünstigen Pilz- und Schädlingsbefall.“

Ina Beckmann besaß eine Goldulme, die wegen deren vielen Ausläufern samt Wurzel entfernt wurde. „Leider scheinen es die Triebe nicht mitbekommen zu haben“, sagt Beckmann. „Jetzt sind noch mehr auf dem Rasen verteilt. Können Sie uns einen Tipp geben, wie wir wieder Herr der Lage sein können?“

„Die Ulme ist ein Auwaldbaum und in der Lage über schlafende Augen des gesamten Wurzelsystems sogenannte Wurzelschößlinge zu bilden“, erklärt Uwe Thomsen. „Dieses sind durchaus lebensfähige Pflanzen, welche sich zu richtigen Bäumen entwickeln können.“ Ein Beikommen sei nur möglich über eine komplette Rodung aller Wurzeln (schwierig) oder auch mit systemisch wirkenden Herbiziden (nur im Fachhandel erhältlich).