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Gewerkschaft droht Regio-Reha mit Warnstreiks

Seit sechs Monaten laufen die Verhandlungen über einen Tarifvertrag für 150 Mitarbeiter

Elmshorn/Wedel. Bereits im April dieses Jahres legten Mitarbeiter der Regio-Reha ihre Arbeit nieder. Jetzt drohen erneut Warnstreiks. Grund: Nach sechs Monaten Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die 150 Beschäftigten liegt laut ver.di ein erstes Angebot der Geschäftsleitung vor, das nach Einschätzung der Gewerkschaft in keiner Weise die Arbeit der Kollegen würdige. Verhandlungsführerin Heike Maser-Festersen dazu: „Regio-Reha handelt unsozial. Die Vergütungen bei Neueinstellungen sollen zehn Prozent unter dem ohnehin nicht besonderen Berufsdurchschnitt liegen. Und das in einer Branche, in der die Beschäftigten zusätzliche Qualifizierungen und Weiterbildungen meist aus eigener Tasche bezahlen und viele nur einen Teilzeitvertrag haben.“

Regio-Reha ist eine Tochter des Regio-Klinikums, die einen Großteil der physiotherapeutischen Leistungen für die beiden Krankenhäuser in Elmshorn und Wedel erbringt. Die Gewerkschaft will für die Beschäftigten, die laut ver.di seit zehn Jahren ohne Lohnerhöhung auskommen, eine Verbesserung der Einkommen erreichen, indem das Unternehmen in die Tarifregelungen des Sana-Konzerns eingebunden wird.

Was die Arbeitgeber bisher anbieten, sei eher eine Provokation. „Die Stimmung ist deshalb sehr aufgeheizt, und ich gehe fest davon aus, dass es vor der nächsten Verhandlung wieder zu Warnstreiks kommen wird“, so Maser-Festersen. Am 21. Oktober treffen sich ver.di und Geschäftsführung das nächste Mal. Bis dahin werden die Gewerkschafter über das nun vorgelegte Angebot beraten und über einen weiteren Warnstreik entscheiden.