Pinneberg
Ellerbek

Ellerbek feiert erste urkundliche Erwähnung

Gemeinde wird in diesem Jahr 550 Jahre alt. Von Freitag bis Sonntag gibt es Festakt, Dorffest und die Aktion „Ellerbek öffnet sich“

Ellerbek. Es ist 550 Jahre her, dass Ellerbek das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Das ist für die Gemeinde ein willkommener Anlass, ein großes Dorffest zu feiern: Los geht es am Freitag, 12. September, um 19 Uhr mit einem öffentlichen Festakt in der Harbig-Halle. Der eigentliche Festtag ist der Sonnabend, den Abschluss bildet am Sonntag um 11 Uhr ein besonderer ökumenischer Gottesdienst in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche.

Das große Partywochenende hat ein Organisationsteam auf die Beine gestellt, das aus sieben Bürgern der Gemeinde besteht. „Wir haben uns Ende Dezember vorigen Jahres das erste Mal getroffen und überlegt, was wir wann machen können“, erinnert sich Heinz-Martin Timm, Vorsitzender des Heimatvereins. Die Wahl fiel auf das zweite Septemberwochenende und auf das Motto „Ellerbek öffnet sich“.

Dahinter steckt die Idee, dass Betriebe, Vereine und Institutionen des Ortes ihre Türen öffnen – und zwar für Kulturschaffende und Info-Stände anderer Firmen. „Auf diese Weise erhalten alle Ellerbeker Gelegenheit, ihr Dorf neu zu entdecken“, sagt Timm. Die Resonanz auf das Konzept sei überwältigend gewesen: 38 Firmen und 25 Kulturschaffende, darunter Einzelpersonen und Gruppen, nehmen an dem Event teil. „Wir vom Organisationsteam hoffen, dass möglichst viele Ellerbeker auf den Beinen sein werden“, sagt Timm. Natürlich seien auch Nicht-Ellerbeker aufgerufen, die Gemeinde neu oder erstmals zu entdecken.

„Ellerbek öffnet sich“ läuft am Sonnabend in der Zeit von 11 bis 17 Uhr. Damit möglichst viele Familien an der Aktion teilnehmen, haben die Organisatoren eine Stempelrallye für die Kinder erdacht. Die Karte wird am Sonnabend im Rahmen der Auftaktveranstaltung ausgestellt, die um 10 Uhr auf der Festwiese am Schul- und Sportzentrum beginnt. Unter anderem treten der Frauenchor Ellerbek, der Volkstanzkreis Ellerbek sowie Schüler der Hermann-Löns-Schule auf. Kinder, die mehr als sechs der zwölf Stempelpunkte sammeln, nehmen an der Verlosung der Hauptpreise teil.

Die Preisverleihung erfolgt wiederum auf der Festwiese, wo zwischen 17 und 21 Uhr ein buntes Kultur- und Musikprogramm geboten wird. Auch Speisen un dGetränke werden dort angeboten. Nach einem großen Feuerwerk um 21 Uhr geht die Party bis 3 Uhr morgens in der Harbig-Halle weiter. Dort treten die Liveband „Cover Piraten“ auf, außerdem sorgt ein DJ für Musik. Der Eintritt ist frei.

Sowohl am Freitag als auch am Sonnabend zahlen die Gäste der Feier ihre Speisen und Getränke mit dem sogenannten Ellerbeker. Die Scheine sind dem Notgeld der Gemeinde nachempfunden, das 1921 ausgegeben wurde. Die Zahlscheine können an zentraler Stelle auf dem Festplatz erworben werden, sie entsprechen dem Nennwert von einem Euro beziehungsweise von 50 Cent.

Wer bei „Ellerbek öffnet sich“ teilnimmt, haben die Organisatoren in einer 56-seitigen Broschüre aufgelistet, die an alle Haushalte der Gemeinde verteilt worden ist. Gleichzeitig haben die Einwohner auch die elfte Ausgabe der Ellerbeker Chronik-Blätter erhalten. Bereits zwischen 1984 und 1997 erstellte der damalige Ortschronist Heinz Oertel zehn Hefte mit Anekdoten aus der Geschichte der Gemeinde.

Oertel ist inzwischen stolze 96 Jahre alt, sodass er die elfte Ausgabe der Chronikblätter dem Ende 2011 gegründeten Heimatverein überließ. Der hat die Sonderausgabe ganz in das Zeichen der Ellerbeker Geschichte gestellt. So erfahren Interessierte, dass die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung Ellerbeks aus dem Jahr 1464 stammt. Es handelt sich hierbei um das „Pinneberg-Hatzburger Einnahme- und Ausgaberegister“, das die Abgaben von fünf Höfen Ellerbeks auflistet. Was in den weiteren 550 Jahren bis heute passiert ist, kann auf 28 Seiten nachgelesen werden. Auszüge aus der Chronik sind auch im Internet zu finden.

www.heimatverein-ellerbek.de