Energiewende

Drei Optionen für eine Elbquerung bei SuedLink-Projekt

Netzbetreiber TenneT und Energiewende-Ministerium erklären, dass es keine favorisierte Trasse gibt. Landräte von Pinneberg und Steinburg loben transparentes und Bürgernahes Verfahren.

Kreis Pinneberg. Die Regionalkonferenz zur geplanten Höchstspannungsstromleitung SuedLink des Netzbetreibers TenneT in Moorrege ist laut Pinnebergs Landrat Oliver Stolz und Steinburgs Landrat Thorsten Wendt „ein Beispiel in Sachen Planungstransparenz". Und Energiewendeminister Robert Habeck, Grüne, gab im Hinblick auf die Frage nach den Auswirkungen von leistungsstarken Stromleitungen auf den Menschen Entwarnung. Es gebe ein Minimierungsgebot von Seiten des Gesetzgebers, das die Eingriffe in die Lebensräume gering halten soll. Daher sei auch nicht per se ein erhöhtes Krebsrisiko entlang der SuedLink-Trasse zu erwarten. „Der Schutz der Menschen ist uns wichtig“, sagte Habeck.

Etwa 500 Bürger, Politiker und Kommunale Mitarbeiter haben sich am Donnerstagabend in Moorrege über den aktuellen Sachstand zum Projekt informiert und in Diskussionsrunden Auskünfte zu offenen Fragen erhalten.

Laut Stolz und Wendt wurden dabei viele Befürchtungen der Kreise genommen. Es sei deutlich geworden, dass gleichberechtigt geplant werde und nicht bestimmte Trassenoptionen, etwa bei der Elbquerung, im Vorfeld von der TenneT und der Bundesnetzagentur favorisiert werden. Minister Habeck erklärte zudem, dass es ein gutes Miteinander von Verwaltungen, Politik, Unternehmen und Bürgern gebe. Das gebe Grund zur Hoffnung, das SuedLink-Projekt zügig und mit nur geringen Auswirkungen auf Mensch und Natur umsetzen zu können. Er stellte aber auch klar, dass es trotz aller positiven Entwicklungen auch immer gegenteiligen Meinungen geben werde, das gehöre in einer Demokratie dazu.

Stolz und Wendt erklärten, dass niemand Willkür bei den Planungen beanstanden könne. „Tennet macht mehr als das, was gefordert ist“, so Stolz. Er kündigte an, den Informationsaustausch mit Tennet, Bundesnetzagentur und Ministerien in den kommenden Jahren intensivieren zu wollen.

( (fms) )

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