Pinneberg
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Gastschüler aus Indonesien und USA in der Kreisstadt

Neun Gastschüler aus den Vereinigten Staaten und drei aus Indonesien bereiten sich in Pinneberg auf ihren Deutschlandaufenthalt vor. Den Austausch organisiert die Organisation Youth for Understanding.

Pinneberg. Sie haben drei Wochen lang ein wenig Deutsch gelernt. Manche sind das erste Mal in ihrem Leben mit dem Fahrrad zum Unterricht gefahren. Und manche hatten ein bisschen Heimweh: Neun Gastschüler aus den Vereinigten Staaten und drei aus Indonesien sind in Pinneberg auf ihr Austauschjahr in Deutschland vorbereitet worden. Sie haben im Geschwister-Scholl-Haus täglich vier Stunden Deutsch und zwei Stunden Geschichte, Politik sowie Landeskunde und -gebräuche kennengelernt. Am Sonnabend reisen die Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren in ihre Gastfamilien in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Dort bleiben sie ein Jahr. Den Schüleraustausch organisiert die traditionsreiche Organisation Youth for Understanding (YfU).

Am Mittwochvormittag empfing Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg die zwölf Austauschschüler im Rathaus. „Ich freue mich sehr, dass sie ihre Kultur nach Pinneberg bringen“, sagte Steinberg. „Bei allen Möglichkeiten, Informationen und Kontakte über das Internet zu erlangen, ist es nicht zu ersetzten, einen Alltag über ein Jahr mitzuerleben, um eine andere Kultur und Lebensweise kennen und schätzen zu lernen.“ Die zwölf Gastschüler wohnen drei Wochen lang in Familien in Pinneberg, Uetersen, Heist, Rellingen, Borstel-Hohenraden und Halstenbek.

Organisiert hat den Deutschland-Auftakt für die zwölf Gastschüler in Pinneberg Margret Brakelmann, 60, aus Holm. Sie gibt Englischkurse an den Volkshochschulen in Pinneberg und Tornesch und war selbst von 1969 bis 1970 ein Jahr im Austausch mit Youth for Understanding im kalifornischen Freemont. „Ich hatte eine sehr aktive Englischlehrerin, die hat fünf Schüler aus unserer Klasse motiviert, in die USA zu gehen“, sagt Margret Brakelmann. „Das Jahr in den USA war eine prägende Erfahrung. Ich habe heute noch Kontakt zu meiner Gastfamilie.“

Die jungen Gäste aus dem Ausland sind in Pinneberg durch die City gebummelt, haben an einer Stadtrallye teilgenommen und sind für einen Tag nach Hamburg gefahren und haben das Auswanderermusem Ballinstadt auf der Veddel besucht.