Pinneberg
Kommentar

Ein Tier ist auch eine Verpflichtung

Deutsche sind bekanntlich tierlieb. Aber die Tierliebe geht oftmals zu weit.

Weil sie so klein und knuddelig aussehen, landen Katze, Hund, Meerschweinchen und Co. im Welpenalter im Familienhaushalt.

Doch dass die zunächst ach so niedlichen Tierchen nicht immer so klein bleiben und Arbeit sowie Kosten verursachen, wird vielen erst später klar. Und wenn sich dann „völlig überraschend“ Nachwuchs ankündigt und etwa aus zwei Meerschweinchen sechs werden, ist die Geduld der einst tierlieben Familie häufig am Ende.

Schnell enden dann die tierischen Familienmitglieder im Tierheim. Jetzt in der Urlaubszeit platzen die Einrichtungen wieder aus allen Nähten. Das könnte verhindert werden, wenn sich die Familien vor der Dauer-Aufnahme eines Tieres besser informieren würden.

Auch dafür sind die Mitarbeiter eines Tierheims Experten. Dort können Familien erfahren, welcher Aufwand mit der Haltung eines Tieres verbunden ist. Dort erhalten Familien Beratung, welches Tier wirklich zu ihnen passt und sie lernen, dass der Familienzuwachs nicht nur Freude macht, sondern auch eine Verpflichtung ist. Und wenn sie sich am Ende für die Aufnahme eines Tieres aus der Einrichtung entscheiden, dann tun sie noch ein gutes Werk.