Pinneberg
Tornesch

CDU fordert Umdenken bei Kita-Planung

Instandsetzung der DRK-Einrichtung in Tornesch sei billiger und schneller zu realisieren als ein Neubau

Tornesch. Die Tornescher CDU hat ihre Forderungen zur Sanierung der Kita des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf Neubaustandard forciert. Die sozialpolitische Sprecherin der Union, Silke Sörensen, ist fest davon überzeugt, dass eine sanfte, kaum belastende Sanierung des Gebäudes an der Friedlandstraße mit den heutigen technischen Möglichkeiten in kurzer Zeit möglich ist.

„Außerdem sind Baustellen doch auch ein riesen Abenteuer für Kinder. Und die Belastung für unsere Kinder wird durch hochmoderne Baumaschinen absolut gering gehalten“, sagt Sörensen. Die CDU hatte in der Vergangenheit wiederholt gefordert, die Kita zu sanieren, anstatt neu zu bauen. Dies sei wirtschaftlicher für die Stadt. Der Bauausschuss hatte zuletzt entschieden, dass der Standort aufgegeben wird, aber angrenzend zum jetzigen Kita-Gelände ein Neubau erfolgen soll.

Zwei Kita-Gruppen könnten während der Bauarbeiten vor Ort bleiben

Die derzeitige Heimat der Kita mache im Innenbereich insgesamt einen soliden Eindruck, so die CDU-Sprecherin. Arbeiten am Dach und an der Fassade sind jedoch notwendig sowie energetische Sanierungen. Im Innenbereich müssen Wand- und Bodenbeläge sowie Sanitär- und Elektroinstallationen erneuert werden.

Die Sanierung würde in zwei Bauabschnitten durchgeführt, sodass während der Arbeiten jeweils zwei Gruppen in der Kita weiterhin betreut werden könnten. Für die beiden weiteren Gruppen würden vonseiten der Stadt die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Laut Sörensen könnte eine Sanierung noch im Jahr 2015 durchgeführt werden, zumal der DRK-Kreisverband dem Vorhaben bereits in einem Schreiben an die Stadt zugestimmt hat. Diese Lösung sei mit Abstand die wirtschaftlichste Variante, die Kosten liegen deutlich unter den Herstellungskosten für einen neuen Kindergarten, so Sörensen. Bernhard Janz, Mitglied im Bildungsausschuss, sieht auch einen Vorteil darin, dass die „attraktive Außenanlage mit dem alten Baumbestand erhalten bleiben kann.“

Die CDU-Vertreter hegen die Hoffnung, dass die anderen Parteien, insbesondere die SPD, während der Sommerpause umdenken und sich in Anbetracht der Gesamtsituation doch noch für eine Sanierung der Kindertagesstätte aussprächen.