Pinneberg
Kreis Pinneberg

Verschuldung der Städte und Gemeinden steigt erneut

Die Schulden der Kommunen im Kreis Pinneberg sind erneut gestiegen.

Kreis Pinneberg. Nach Angaben des Statistikamts Nord standen die Städte und Gemeinden Ende 2013 mit über 395 Millionen Euro in der Kreide. Dies bedeutete einen Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Negative Spitzenreiter sind Elmshorn (Schuldenstand: 104,3 Millionen Euro, +15%), Pinneberg (68,8 Mio., +2%) und Wedel (60,5 Mio., +15%).

Gemessen an der Einwohnerzahl ergibt sich ein etwas anderes Bild. Pro Kopf ist die Verschuldung auf Helgoland mit 12.738 Euro am höchsten. Es folgen Quickborn (2271) und Elmshorn (2194). Immerhin zehn Gemeinden sind bis zum Jahreswechsel schuldenfrei geblieben: Bullenkuhlen, Groß Nordende, Groß Offenseth-Aspern, Heede, Seester, Langeln, Neuendeich, Raa-Besenbek, Seestermühe und Tangstedt. Von den acht Städten schafften es vier, ihre Schulden zu reduzieren: Quickborn (45,3 Mio., -6%), Tornesch (23,0 Mio., -3%), Uetersen (20,9 Mio., -2%) und Schenefeld (4,2 Mio., -7%).

„Unsere Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung tragen Früchte, unsere Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Energieeinsparung auch. Schritt für Schritt befreien wir uns mit Hilfe der Landesregierung aus der Schuldenfalle“, sagt Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen. „Wenn nun auch die zahlreichen und kostenintensiven Aufgaben, die wir für das Umland erbringen, im Finanzausgleich gewürdigt werden, gewinnen wir neue Spielräume für die kommenden Generationen.“ Auch die Gemeinden Halstenbek (5,6 Mio., -29%) und Rellingen (1,6 Mio., -11%) fuhren ihr Minus zurück, genauso wie die Kreisverwaltung (77,9 Mio., -9%).