Pinneberg
Schüler machen Zeitung

Im Teufelskreis der Gruppenbildung

Auf der Suche nach Freunden lassen sich einige Jugendliche unter Druck setzen. Wer zu sich selbst steht, hat es manchmal schwer

Wir, zwei 14- jährige Mädchen, erfahren das Leben in Gruppen in unserer Klasse. Wenn man sich allein fühlt und von anderen ausgeschlossen wird, wünscht man sich oft, in eine Gruppe von „Freunden“ integriert zu sein, die einen verstehen. Man möchte Teil von etwas sein, was man eigentlich noch nicht kennt. Der Druck, den man sich damit selber macht, führt dazu, dass man an sich selbst zweifelt und sich verändern möchte.

Ist man schließlich Teil einer Gruppe, merkt man meistens erst dann, dass der äußere Schein trügt. In den Gruppen kommt es oft zu internen Streitereien. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es zu großen Missverständnissen innerhalb einer Gruppe kommen kann.

Häufig gibt es dabei ein Mitglied, das eigentlich ein Mitläufer ist. Diese Person bekommt oft das Gefühl, allein zu sein, weil sie als „Kummerkasten“ benutzt wird. Es ist schwer, aus dieser Phase wieder herauszukommen, weil das Mitglied das Gefühl hat, niemanden zum Reden zu haben.

Deshalb kommt irgendwann die Zeit, in der es darum geht, Mut aufzubringen und den anderen Gruppenmitgliedern die eigene Meinung zur Situation zu erklären. Entweder wird das Mitglied verstanden und die Gruppe versucht, seine Anliegen mehr zu beachten. Es ist aber auch möglich, dass es ihnen egal ist und das Gruppenverhalten sich nicht ändert. Versucht die Gruppe, ihr Verhalten zu ändern, zeigt sich, ob es etwas gebracht hat, sich einmal auszusprechen. Zeigen die Freunde aber kein Verständnis, sollte man sich überlegen, ob sie noch wirklich die richtigen Freunde sind.

Den Entschluss zu fassen, aus der Gruppe herauszutreten, fällt einigen Schülern trotzdem sehr schwer. Wir sind der Meinung, dass man sich für das Austreten aus der Gruppe entscheiden sollte. Die Tatsache, dass man nach diesem Entschluss erst einmal allein ist, trübt das Ganze allerdings.

Denn dann könnte das Ganze wieder von vorn losgehen. Aber aufgeben sollte man nicht, denn irgendwann wird man richtige Freunde finden. Auch wenn es manchmal länger dauert. Hauptsache man bleibt so wie, man ist, und sich selber treu.