Pinneberg
Leserbriefe an die Redaktion

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Erstaunliche Ehrung

13. Januar: „Pinneberg zeichnet Konzept zum Kinderschutz aus“

Ausdrücklich möchte ich vorwegschicken, dass die Ehrung von Frau Buddelmann sicher gerechtfertigt ist, da sie sich als Vorsitzende des Ortsvereins vermutlich ehrenamtlich engagiert. Nur durch den Einsatz vieler solch engagierter Menschen ist es überhaupt möglich, Vereine und Initiativen mit Leben zu füllen. Letztlich ist es so auch möglich, Bürgergesellschaft zu gestalten – heißt jeder gibt, was er kann, ob Zeit, Ressourcen oder Geld, damit Menschen Projekte umsetzen können. Mein Erstaunen bezüglich des Artikels bezieht sich daher darauf, wofür der Preis vergeben wurde.

Es gibt in Pinneberg seit über 50 Jahren die Evangelische Familien-Bildungsstätte, diese bietet – niedrigschwellig – inzwischen etwa 800 Kurse von der „Wiege bis zur Bahre“ als Information, Beratung oder Begleitung vom Schwangerenyoga bis zum Gedächtnistraining für Senioren. Hinzu kommt die Ausbildung und Vermittlung von Tagesmüttern, Kursleiterinnen für die Eltern/Kind-Arbeit, oder „Wellcome – praktische Hilfe nach der Geburt“ und „Hand in Hand“, zwei Angebote, die Eltern beim „guten Ankommen“ begleiten. Seit vielen Jahren auch dezentral in verschieden Gemeinden, um die Wege für die Eltern zu verkürzen.

Als Mutter dreier Kinder habe ich das vielfältige Kursangebot sehr geschätzt, als langjährige Kursleiterin dort weiß ich, dass sich Gudrun Gaden und Maren Kohn mit dem Team immer bemühen, den veränderten Bedürfnissen der Eltern entsprechend Kursangebote zu entwickeln. Als ehemalige Wellcome-Koordinatorin weiß ich auch um den hohen Grad an Vernetzung mit anderen Institutionen in Pinneberg. Nicht alles muss es dort geben – wichtig ist zu wissen, wo es entsprechende Angebote gibt.

Auch würde ich gerne den Blick auf den gesamten Kreis Pinneberg lenken. Denn auch in Elmshorn und Wedel gibt es seit über 50 Jahren Familienbildungsstätten, die entsprechende Angebote für Familien vorhalten und, mit der Familienbildungsstätte Pinneberg gut vernetzt zusammenarbeiten. Sie haben es unter anderem geschafft, gemeinsam kreisweite Projekte wie „Wellcome – praktische Hilfe nach der Geburt“ und „Hand in Hand“ mit finanzieller Unterstützung des Kreises als primärpräventive, niedrigschwellige Angebote zu etablieren.

Braucht es da tatsächlich ein „Eltern-Kind-Zentrum“ des Kinderschutzbundes in Pinneberg?

Kirsten Harnisch-Eckert

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