Pinneberg
Elmshorn

Ex-Max-Bahr-Eigentümer kauft Elmshorner Immobilie zurück

Stadt will bei Nutzung des Hauses an der Westerstraße mitreden

Elmshorn. Das Kapitel Max Bahr in Elmshorn wird Ende Januar beendet. Dann endet der Insolvenzverkauf im insolventen Baumarkt an der Westerstraße. Die Immobilie, zu der auch der benachbarte Rewe-Markt gehört, befindet sich inzwischen wieder im Besitz der Gründerfamilie von Max Bahr. Dirk Möhrle, Sohn des langjährigen Bahr-chefs Peter Möhrle, hat das Gebäude erworben. Es gehörte bisher der Gesellschaft Moorpark, die viele ehemalige Bahr-Immobilien übernommen hatte. Sie befindet sich auch in der Insolvenz.

Die Familie Möhrle hatte Max Bahr 2007 an den Konkurrenten Praktiker verkauft. Praktiker riss 2013 die Tochterfirma mit in die Pleite, diverse Rettungsversuche scheiterten. Der Rückkauf der Immobilie durch die Familie bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass dort wieder ein Baumarkt einzieht. „Die Möglichkeiten sind limitiert“, sagt Elmshorns Wirtschaftsförderer Thomas Becken. Die Stadt hatte, nachdem sich einst Kaufland für die Fläche interessiert hatte, eine Veränderungssperre erlassen und parallel den Bebauungsplan geändert. „An dieser Stelle ist nun großflächiger Einzelhandel ausgeschlossen“, sagt Becken. Der bisherige Baumarkt habe Bestandsschutz genossen. Bei einer Nachfolgelösung werde die Stadt sehr genau hinsehen, kündigt der Wirtschaftsförderer an. So sei etwa eine Erweiterung des Rewe-Marktes auf der Max-Bahr-Fläche kaum denkbar. Becken: „Langfristig würde sich dieser Standort auch für eine Wohnnutzung eignen, damit kann man auch eine sehr gute Rendite erzielen. Die Stadt wolle sich nun zeitnah mit dem neuen Eigentümer zusammensetzen, um über Nachfolgelösungen zu sprechen und einen längeren Leerstand zu vermeiden.

Der ist bei der zweiten Max Bahr-Immobilie an der Lise-Meitner-Straße momentan Realität. Der dortige Praktiker-Markt, der noch 2012 zu einer Max-Bahr-Filiale wurde, hat den Räumungsverkauf inzwischen beendet. Jetzt wird noch bis zum Montag versucht, das Inventar des Geschäftes wie Regale, Info-Stände oder Schreibtische loszuschlagen. Die Immobilie ist im Besitz einer anderen, nicht insolventen Firma. Und dank der Lage des Objektes und kaum Restriktionen im B-Plan hat Becken kaum Zweifel, dass schnell eine Nachfolgelösung gefunden wird.