Pinneberg
Serie: Agenda 2014

„Umwelt darf kein Fremdwort sein“

Rüdiger von Ancken wünscht sich für Schenefeld eine umweltverträglichere Stadtentwicklung

Schenefeld. Für das Jahr 2014 wünsche ich mir, dass Stadtentwicklung und Umwelt gemäß dem Namen des zuständigen Ausschusses gleichberechtigt behandelt werden. In den vergangenen Jahren sind viele Wald- und Wiesenflächen der Bebauung geopfert worden, so zum Beispiel das Wäldchen am Wiesengrund oder die Düpenauwiesen am Flaßbarg. Die geschaffenen Ausgleichsflächen sind qualitativ weit entfernt von einem wirklichen Ersatz. Ich verbinde mit dem neu eingestellten Stadtplaner Ulf Dallmann die Hoffnung, dass für ihn das Wort „Umwelt“ vielleicht kein Fremdwort ist. Auch erwarte ich, dass er in engagierten Bürgern und Initiativen mehr sieht als bloße Störenfriede.

Spannend wird es auf dem Areal der Lebenshilfe an der Blankeneser Chaussee, wo einem Pizzabäcker die Erlaubnis erteilt werden soll, im Landschaftsschutzgebiet Gastronomie zu betreiben, mit entsprechenden Konsequenzen für die angrenzenden Grundstücke und das Landschaftsschutzgebiet. Ein Unding. In Sachen Lärmschutz muss an den besonders frequentierten Straßen endlich etwas passieren. Nach jahrelangem Stillstand wird es höchste Zeit, die Belange der Anwohner zu berücksichtigen.

Den Schenefelder Radwegen fehlt nicht nur eine vernünftige Wegeführung und Beschilderung, sie sollten den heutigen Standards entsprechend ausgebaut werden. Wenn Geld für den sogenannten Bürgerpark vorhanden war, müssen nun die Radfahrer an der Reihe sein.

Wunderbar, dass aus überwiegend privater Initiative heraus die Tafel für unsere immer mehr benachteiligten Bürgerinnen gegründet wurde. Hier zeigt sich Bürgersinn in des Wortes eigener Bedeutung. Weiter so.

In den nächsten Wochen erwarte ich das Urteil des Verwaltungsgerichts in Schleswig über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens, das unsere Bürgerinitiative „Wohnqualität im Grünen“ im Jahr 2012 mit 2538 Unterschriften beantragt hatte. In einer vorläufigen Einschätzung ging das Gericht schon von einer Zulässigkeit aus. Bei Vorliegen des positiven Urteils wird es im Frühjahr 2014 zu einem Bürgerentscheid kommen.