Pinneberg

Ein etwas anderer dritter Advent

Erlebnisweihnacht der Kita Waldstraße lockt Groß und Klein auf den Pinneberger Bauspielplatz

Pinneberg. Wenn „Zoschi“ den Kindern die Weihnachtsgeschichte vorliest, dann herrscht gespannte Stille im Holzhaus der Märchenerzählerin. Aber sobald die Lesung beendet ist, stürmen die Steppkes nach draußen und entern lautstark das Gelände des Bauspielplatzes. Es ist schließlich Erlebnisweihnacht – und bei der Veranstaltung der Pinneberger Kita Waldstraße können Groß und Klein viele neue Erfahrungen machen.

Seit 2004 betreibt der Kita-Trägerverein den Bauspielplatz unter der Pinneberger Hochbrücke, die inzwischen nach dem langjährigen Verwaltungschef Hans-Hermann-Kath-Brücke heißt. Die ersten zwei Jahre als öffentliche Einrichtung, seit 2006 steht das von der Stadt gepachtete Gelände exklusiv zwei Kindergartengruppen der Kita Waldstraße zur Verfügung.

Ein Jahr später fand die erste Erlebnisweihnacht statt, die mit der Zeit immer mehr Zuspruch erhielt. „Inzwischen kommen zwischen 1000 und 3000 Gäste am Tag zu uns“, freut sich Projektleiterin Gerlind Baumert. Sie hatte 2007 die Idee, auf dem aus ihrer Sicht ideal dafür geeigneten Freigelände die Erlebnisweihnacht anzubieten. Seit Anbeginn findet das Spektakel immer an beiden Tagen des dritten Adventswochenendes statt. Eintritt müssen die Besucher nicht zahlen. „Uns ist der Familienaspekt ganz wichtig“, so Baumert weiter.

Laut Konzept soll die ganze Familie gemeinsam etwas herstellen – etwa Kerzen ziehen oder Weihnachtswichtel basteln. Kommerz ist dagegen unerwünscht. Baumert: „Bei uns gibt es nichts Vorgefertigtes zu kaufen. Und wir nutzen nur Naturmaterialien zum Basteln, nichts industriell Hergestelltes.“ Ehrensache, dass außer Märchenerzählerin „Zoschi“ auch der Weihnachtsmann vorbeischaute und kleine Leckereien an die Kinder verteilte. Die großen und kleinen Gäste konnten sich darüber hinaus in der Caféteria oder am Crêpes-Stand stärken. Um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu garantieren, waren 30 Helfer das ganze Wochenende im Einsatz. „Es handelt sich überwiegend um Mitarbeiter unserer Kita sowie Eltern. Alle machen ehrenamtlich mit“, berichtet die Projektleiterin. Eventuelle Überschüsse der zweitägigen Erlebnisweihnacht kommen der vielfältigen Arbeit der Kita Waldstraße zugute.