Elmshorn

Industriemuseum schließt erste Umbauphase ab

Ausstellungsräume sollen Jugendliche stärker ansprechen. 48.000 Euro hat die Maßnahme gekostet, drei weitere folgen

Elmshorn. Seit September war das zweite Obergeschoss im Industriemuseum Elmshorn für den Publikumsverkehr gesperrt. Es wurde renoviert. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und in der Dauerausstellung erstrahlen die Themen Steingutfabrik C.&E. Carstens und Lebensmittelverarbeitung in frischem Glanz. Mit der neu gestalteten Sonderausstellungsfläche steht zudem erstmalig ein eigenständiges Areal für Ausstellungen zur Verfügung. Veränderungen gibt es im Bereich Arbeiterwohnen in Elmshorn. Die Arbeiterstube, die in eine Sackgasse führte, wurde aus Brandschutzgründen abgebaut. Die Besucherführung wurde überarbeitet.

Die Etage ist zwar begehbar, aber noch nicht in allen Feinheiten fertig. Beschriftungen und Erklärungen fehlen zum Teil, auch auf die Vitrinen wartete Museumsleiterin Bärbel Böhnke noch. „Nach 20 Jahren Museum zum Anfassen war doch einiges abgenutzt“, sagt sie. Ein neuer Anstrich, die Dielen bekamen einen neuen Schliff, eine Wand wurde eingezogen, Ausstellungsstücke wurden restauriert. 48.000 Euro hat die Renovierung gekostet. 28.000 Euro brachte der Förderverein Industriemuseum ein, dessen Hauptsponsor die Sparkasse Elmshorn ist. 20.000 Euro kamen von der Stadt. Allein der Bereich Großbürgerliches Wohnen verschlang 36.000 Euro.

Um auch Jugendliche stärker anzusprechen, setzt Böhnke auf neue Medien. So ist zum Beispiel ein Film zur Werft geplant, zu dem entsprechende Geräusche zugeschaltet werden. Wer auf der renovierten Etage am Plumpsklo vorbeikommt, wird künftig aus dem Stall nebenan ein Schweinegrunzen hören. Am Harmonium können Besucher demnächst an einer Hörstation das Instrument auch im Einsatz hören. Diese Neuerung ist ein Geschenk des Fördervereins Elmshorn, der am Sonntag, 1. Dezember, seinen zehnten Geburtstag feiert.

„Wir sind im Gespräch, ob wir künftig auch Audioguides, Tablets oder QR-Codes fürs Smartphone anbieten werden“, sagt Böhnke. „Wir werden natürlich weiter den Schwerpunkt auf unsere von Menschen geführten Museumsgänge sowie an den Lesetafeln und Großbüchern festhalten. Im kommenden Jahr wird das erste Obergeschoss renoviert, 2015 das dritte und das Erdgeschoss 2016.