Barmstedt

Zum Geburtstag entsteht ein Klimawald an der Krückau

Regionalverband Umweltberatung pflanzt 88 Bäume in Barmstedt

Barmstedt. Einen kleinen Klimawald hat der Regionalverband Umweltberatung Nord (RUN) jetzt in Barmstedt angelegt. 88 Bäume pflanzte der Verband am Ende der Straße Sielberg an der Krückau auf einer Fläche, die der Stadt Barmstedt als Ausgleichsfläche für mehrere Baumaßnahmen dient. Angepflanzt wurden einheimischen Laubbäume wie Stieleiche, Winterlinde, Hainbuche, Bergahorn, Sandbirke und Wildapfel.

Grund für diese Aktion war der elfte Jahrestag des Bestehens des Regionalverbandes, der seinen Sitz in Barmstedt hat und von Marina Quoirin-Nebel geleitet wird, die bereits zwei Bürgersolaranlagen in Barmstedt betreibt, bis 2004 im Umweltamt in Elmshorn gearbeitet hat und seitdem freiberufliche Wohn- und Umweltberaterin ist. RUN sei ein interdisziplinäres Berater-Netzwerk von Umwelt-, Energie- und Wohnberatern, die sich für ein umweltfreundliches und gesundes Leben und Handeln einsetzten, erklärt Quoirin-Nebel. Vor genau elf Jahren fusionierten die Landesverbände von Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Geschäftsstelle des Verbandes ist in Hamburg. Der Verband zählt 50 Mitglieder aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Bei der Pflanzaktion erhielt der Verband tatkräftige Unterstützung von der Waldjugend und dem Naturschutzbund. Auch der Kreisnaturschutzbeauftragte Hans-Albrecht Hewicker gab fachliche Hilfestellung vor Ort. Für viele Teilnehmer sei es das erste Mal gewesen, dass sie einen Baum pflanzten, erzählt Quoirtin-Nebel. „Zu wissen, dass mein Baum älter als ich und vielleicht mehrere 100 Jahre alt wird, finde ich sehr beeindruckend“, sagte RUN-Mitarbeiterin Susan Radke. Auch Barmstedts Nabu-Vertreter Hans-Jürgen Raddatz freute sich über diese Aktion, weil sie die Fläche ökologisch aufwerte.

Außer solchen konkreten Projekten für den Klimaschutz berät der Verband Bürger und Behörden in allen Fragen mit umweltrelevante Themen. Darüber hinaus biete er mehrere Projekte für Schulen an, die sich mit dem Leben mit Giftpflanzen, dem richtigen Umgang mit Mobiltelefonen und deren elektromagnetischer Strahlung und dem Messen von Raumklima und Zimmerwetter beschäftigten, erläutert Quoirin-Nebel.

In Hamburg hat RUN das Netzwerk Schimmelberatung ins Leben gerufen, an dem 13 Verbände, Behörden und Einrichtungen beteiligt sind, um vor den Gefahren von Schimmelpilzen in Innenräumen zu warnen.