Elmshorn

Blick in die Vergangenheit

Am „Tag der Elmshorner Geschichte“ können Besucher die Historie der Stadt erkunden

Elmshorn. Am dritten „Tag der Elmshorner Geschichte“ stellen sich am Sonntag, 3. November, zwischen 11 und 17 Uhr Elmshorner Institutionen, Vereine und Gruppen vor, die sich aktiv mit der Historie der Krückaustadt beschäftigen. Der Kreis der teilnehmenden Institutionen und Gruppen vergrößert sich stetig. Außer dem Industriemuseum mit seinen Außenstellen, dem Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte und dem Jüdische Friedhof, beteiligen sich die Vereinigung für Familien, der Heimatverein Tru un fast, das Stadtarchiv, die Geschichtswerkstatt Hainholz sowie der Freundeskreis der Knechtschen Hallen im Kranhaus und stellen ihre Arbeit vor.

Besucher können im Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte, Bismarckstraße 1, das Schaumagazin der Elmshorner Ortsgeschichte besichtigen, sich durch das Archiv der Vereinigung für Familienkunde führen lassen, die Ausstellung der „Familien-Stammbaumkarten“ besuchen und sich über eine Software für Ahnenforschung informieren. Der Heimatverein Tru un fast stellt Ansichten von Alt-Elmshorn aus.

In der Weißen Villa, Schulstraße 36, öffnet das Stadtarchiv, zudem stellt sich die Geschichtswerkstatt Hainholz vor. Es gibt Kaffee und Kuchen. Das Kranhaus, Berliner Straße 18, kann samt Fotoausstellung über das Elmshorn der 40er- und 50er-Jahre besichtigt werden. Im Industriemuseum Elmshorn, Catharinenstraße 1, stellt sich die Frauenwerkstatt vor. Die offenen Werkstätten des Industriemuseums präsentieren ihre Arbeiten. Kinder können das Museum mit dem Detektivkoffer erkunden. Der Eintritt ist frei.

Um 15 Uhr wird eine Führung über den Jüdischen Friedhof, Feldstraße 42, in Elmshorns angeboten. Der Friedhof mit der 1906 erbauten kleinen Friedhofshalle an der Elmshorner Feldstraße ist das letzte Zeugnis jüdischer Kultur im Stadtbild Elmshorns. In der Friedhofshalle gibt eine Dokumentation Einblicke über die wechselvolle Geschichte der bereits im 17. Jahrhundert gegründeten Jüdischen Gemeinde. Zudem haben Besucher Gelegenheit zu einem Gang rund um den Friedhof mit seinen teilweise jahrhundertealten Grabsteinen, von denen einige hebräische Inschriften aufweisen.

Im Industriemuseum werden regelmäßig offene Werkstätten angeboten. Am 3. November werden davon die Plattdeutsche Werkstatt, die Nähwerkstatt sowie die Aquarellwerkstatt Arbeiten und Themen präsentieren. Seit Oktober bietet das Industriemuseum auch die Museumswerkstatt an. Diese wendet sich an alle, die an Themen zur Elmshorner beziehungsweise norddeutschen Geschichte interessiert sind. Die Museumswerkstatt wird sich an diesem Tag ebenfalls präsentieren und einen Einblick in die Geschichte Elmshorns geben.

Die Bemühungen um die zukünftige Nutzung der Knechtschen Hallen – möglicherweise als Kulturhallen – werden im Kranhaus thematisiert. Das Gebiet befindet sich im Sanierungsplan Krückau-Vormstegen und soll in Zukunft wieder eine Belebung erfahren. Auch dort sind Besucher willkommen.

Ebenfalls am 3. November um 11 Uhr wird im Industriemuseum die Sonderausstellung „Schätze der Erinnerung – mein museales Lieblingsstück“ eröffnet. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Fördervereins des Industriemuseums zeigen Mitglieder ihre musealen Lieblingsstücke. Zu den Objekten hat jedes Mitglied seine eigene Geschichte geschrieben. Dadurch treten zum Einen längst vergessene, oder unbekannte Dinge und Techniken wieder ins Bewusstsein. Zum anderen erhalten die Objekte durch die persönliche Geschichte eine bestimmte Bedeutung und Lebendigkeit.