Moment mal!

Kreativität ist nicht immer gut

Halten Sie sich fest: Nach dem Meckervogel ist der Lachvogel zum Vogel des Jahres 2014 gekürt worden.

Was folgt als nächstes? Der Stachelbürzler? Der Fettschwalm oder gar die Doppelschnepfe? Und wer denkt sich diese vollkommen absurden Namen für Vögel aus? Richtig, Vogelforscher. Diese spezielle Spezies Mensch glaubt, bei der Namensgebung für die Piepmätze kreativer als die Natur bei ihrer Vergabe von bunten Federkleidern sein zu müssen. Das Ergebnis ist jedenfalls irritierend, denn mit einer Doppelschnepfe, wie ich sie im Supermarkt zuweilen an der Kasse erlebe, hat der Vogel Doppelschnepfe wenig gemeinsam. Und mit den Lachvögeln, die das Publikum der Comedysendungen bilden, haben die gefiederten Genossen auch wenig zu tun.

Es ist traurig, dass Vögel mit Namen brandmarkt werden, unter denen Generationen von Vögeln zu leiden haben. Immerhin: Die Flattermänner dürfen sich damit trösten, dass viele Menschen es mit ihrem Nachwuchs nicht anders halten und auch diesem die unglaublichsten Namen geben. Schon mal Makena'lei Gordon, Calico Dashiell, Fixi-Trixibelle oder Sexmus-Rony gehört? Nicht? Es gibt wirklich Kinder, die von ihren liebevollen Eltern so genannt wurden. Promis sind übrigens nicht besser. Jamie Oliver hat seine Töchter uninspiriert nach seinem Kräutergarten benannt. Petal Blossom Rainbow (Blütenblatt Blüte Regenbogen), Poppy Honey Rosie (Mohnblume Honig) und Daisy Boo Pamela (Gänseblümchen). Na Mahlzeit! Dagegen ist selbst Knut noch gut.