Moment mal!

Nobelpreis für ein Superhandy

Eine Glosse von Bibbi Maaß

Am 10. Dezember ist es wieder soweit. Die nach ihrem schwedischen Stifter Alfred Nobel (1833-1896) benannten Preise werden verliehen. In den vergangen Tagen wurden bereits die Preisträger bekannt gegeben. Peter Higgs und Francois Englert bekommen den Nobelpreis für das Auffinden des „Gottesteilchens”. Dazu kann ich nur sagen: na toll!

Wissenschaftler entschlüsseln die menschliche DNA, mit Handys kann man surfen, fotografieren und navigieren – nur kein Zehn-Liter-Eimer passt unter den Wasserhahn meiner Spüle. Vielleicht sollte sich ein kluger Kopf mal mit solch wichtigen Dingen des alltäglichen Lebens beschäftigen.

Bahnbrechend wäre auch die Erfindung einer Verpackung für Kaffee, die beim Öffnen nicht mindestens zwei Löffel Pulver über meine Arbeitsplatte verstreut. Aber es werden ja lieber Teilchen beschleunigt, statt Praktisches auf den Markt zu bringen – zum Beispiel einen Wäschekorb, der so unter das Bullauge meiner Waschmaschine passt, sodass dieses sich auch öffnen und schließen lässt.

Ich muss einen faltbaren Einkaufskorb für die Dreckwäsche verwenden, denn der passt wenigstens drunter. Leider ist er für nasse Wäsche weniger geeignet, weil er an den Seiten nicht dicht hält, und sich darum stets eine Wasserlache auf meinen Fliesen bildet. Alles Murks!

Vielleicht erfindet endlich mal jemand ein Handy, das nicht nur einen Internetzugang hat, sondern auch wischen, waschen und Fenster putzen kann. Das wäre nobelpreiswürdig!