Pinneberg

Verein fordert zweisprachiges Vorlesen für Kinder

Sie laden zu Sprach- und EDV-Kursen, Bewerbungsmanagement oder organisieren Koch- und Tanztreffs ein.

Pinneberg. Und alle Nationalitäten sind willkommen, egal ob Türken, Russen, Deutsche oder Italiener. Die Rede ist vom Integrationsverein „Brücken der Kulturen“, den der Pinneberger Baris Karabacak 2012 gründete. Der Verein setzt sich für die Integration von Migranten in die deutsche Gesellschaft sowie für die gleichzeitige Bewahrung der eigenen Nationalitäten und Kulturen ein.

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „Bücherwurm“ stellte Karabacak kürzlich eine Reihe von zweisprachigen Kinderbüchern vor. In den bunt illustrierten Bänden für Vorschulkinder geht es um das Lebensumfeld von Mädchen und Jungen, um Tiere, Freundschaft oder Toleranz. Aber auch bereits bekannte Titel wie „Schlaf gut, kleiner Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister oder Hans de Beers Buch „Kleiner Eisbär – Lars bring uns nach Hause!“ gibt es in verschiedenen Sprachversionen.

„Leider ist Lesen in Migrationsfamilien eher unüblich“, sagt der Sohn türkischer Eltern. Dabei ist das zweisprachige Vorlesen laut Karabacak, eine der vielen Möglichkeiten, die Sprachentwicklung bei Kindern zu fördern und alle Kulturen zu integrieren. Und das funktioniert auch bei den Eltern: „Da mein Bruder nicht besonders gut lesen konnte, hat ihm meine Mutter immer vorgelesen und hat so gleichzeitig ihr Deutsch verbessert“, berichtete Karabacak.