Wedel

Feierliche Einbürgerung im Wedeler Rathaus

Der deutsche Pass ist beliebt. 61 Menschen aus 20 Ländern übergab gestern Landrat Oliver Stolz die Urkunden, die sie nun als deutsche Staatsbürger ausweisen.

Wedel. Eine Einbürgerungsurkunde kann ein Ausländer beantragen, der mindestens seit acht Jahren in Deutschland lebt, ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen kann, sich straffrei verhielt und einen gesicherten Lebensunterhalt hat.

„Kein Problem für uns“, sagte Evelina Banaczek, die gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern zur feierlichen Zeremonie im Rathaus Wedel erschien. „Als ich noch in Polen zur Schule ging, kam ich durch einen Austausch nach Bayern. Das hat mir so gut gefallen, dass ich vor 13 Jahren in Göttingen das Studium begann. Seit einem Jahr leben wir in Halstenbek, und da war uns klar, dass wir Deutsche werden möchten“, so die Volkswirtin in perfektem Deutsch.

Die meisten Neudeutschen wohnen in Uetersen, gefolgt von Elmshorn. Sie stammen aus der Türkei, aus dem Kosovo, Syrien, Peru, Togo oder aus Palästina, wie auch Mohammed Abuamona, der mit seiner Familie seit zwölf Jahren in Deutschland lebt. „Die politische Lage in meiner ehemaligen Heimat ist sehr kritisch. Wir sind glücklich, jetzt Mitbürger in einem sicheren Land zu sein“, erzählt der 30-jährige Bauingenieur.

Im feierlichen Rahmen hieß Landrat Oliver Stolz die neuen deutschen Staatsbürger willkommen und beglückwünschte sie zu ihrem Schritt. „Sie werden unsere Zukunft mitgestalten. Wir sind nur gemeinsam stark“, sagte Stolz.

Nach der Festrede von Bürgermeister Niels Schmidt und der persönlichen Übergabe der Urkunden sowie des Grundgesetzes durch die Vertreter der Städte stimmten alle gemeinsam die deutsche Nationalhymne an.