Barmstedt

Entscheidung über Lillsche Wiese fällt am 22. September

In Barmstedt will eine Bürgerinitiative verhindern, dass die letzte freie Fläche am Rantzauer See bebaut wird.

Barmstedt. Darum sind die Bürger am Tag der Bundestagswahl (22. September) aufgerufen, außer der Kanzlerfrage auch zu entscheiden, ob sie für die Bebauung der Lillschen Wiese sind.

Die zu beantwortende Frage lautet: „Den Ankauf der unmittelbar am Rantzauer See gelegenen landwirtschaftlichen Fläche Lillscher Hügel durch die Stadt, mit der Absicht dort ein neues Baugebiet zur Finanzierung und Teilumleitung der Krückau zu ermöglichen, lehne ich ab.“ Wer gegen die Bebauung sei, müsse Ja ankreuzen, betont Franz-Josef Sitta, der das Bürgerbegehren mit 877 gesammelten Unterschriften initiiert hat. 820 Unterschriften wären notwendig gewesen, zehn Prozent der Wahlberechtigten. 20 Prozent der Bürger (1640) müssen sich am Entscheid beteiligen, damit dieser wirksam wird, wovon wiederum eine Mehrheit mit Ja abstimmen müsste.

Die zu beantwortende Frage sei so kompliziert formuliert, weil sie mehrere Gesichtspunkte berücksichtige, erklärt Sitta. So müsse zum Ausdruck kommen, dass das Grundstück weder gekauft werden dürfe, um es zu bebauen, noch zur Finanzierung der Sohlgleite, die die EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllen soll. Nach dieser sollen Gewässer durchlässiger für Fische werden, damit sie nicht wie am Rantzauer See eine hohe Fischtreppe überwinden müssen.

Sitta lädt für Mittwoch, 18. September, 19 Uhr, zu einer Infoveranstaltung ins Rathaus ein, um den Bürgerentscheid nochmals zu erläutern.