Elmshorn

"Verwalten allein ist Stillstand"

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Katja Wolframm will mit einer modernen Wirtschaftspolitik Elmshorns Bürgermeisterin werden.

Elmshorn. Die grüne Bürgermeisterkandidatin für die Stadt Elmshorn, Katja Wolframm, 34, will die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes stellen. Das sagte sie im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Katja Wolfram tritt am Sonntag, 22. September, gegen Volker Hatje, den Kandidaten von SPD, CDU und FDP an. Hatje ist Elmshorns Erster Stadtrat und parteilos.

"Stadtleben, Wochenmarkt, Arbeiten, Wohnen und Einkaufen in Elmshorn - es ist die Aufgabe einer guten Wirtschaftspolitik, dass diese Breite des städtischen Lebens erhalten bleibt", sagt Katja Wolframm. Ihr Ziel ist es, dass mehr Leute in Elmshorn einen Arbeitsplatz finden und nicht pendeln müssen. "Wir müssen mehr Neuansiedlungen erreichen", sagt die Diplom-Ökonomin. "Dafür muss man die Unternehmen direkt ansprechen, das ist Chefsache."

Katja Wolframm will Unternehmen zudem in ihrem Wachstum unterstützen und am Standort halten. "Wir brauchen ein gutes Standortmarketing", sagt die Bürgermeisterkandidatin. "Bislang fehlt ein Marketingkonzept: Wo soll es hingehen und was sind unsere Zielunternehmen?" Den Bereich Lagerhallen und Logistik möchte Katja Wolframm einschränken. "Die großräumige Versiegelung von Flächen ist nicht attraktiv für Elmshorn." Interessant für Elmshorn seien Unternehmen, die sich auf erneuerbare Energien spezialisieren und Firmen aus dem Bereich der "Kreativwirtschaft".

Elmshorn, sagt Katja Wolframm, sei eine "Stadt mit dem Charme des Städtischen". Ein großer Standortvorteil sei die Bildung - von der Krippe bis zur Hochschule. "Der Inhalt stimmt", sagt die Bürgermeisterkandidatin der Grünen, "aber es mangelt an der Verpackung."

Wichtig sei es, die Elmshorner Innenstadt zu beleben. "Unser Ziel ist es, die Einzelhandelsflächen zu reduzieren auf Königstraße, Marktstraße und Alten Markt", sagt Katja Wolframm. "In den freiwerdenden Flächen könnte attraktiver Wohnraum von Stadthäusern über genossenschaftliches Wohnen bis zu Studentenwohnungen entstehen."

Katja Wolframm wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern (5 und 1) in Hamburg-Barmbek. Die gebürtige Pinnebergerin ist in Halstenbek und Pinneberg zur Schule gegangen. Das Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften schloss sie als Diplom-Ökonomin an der Universität Lüneburg ab. Derzeit arbeitet sie als selbstständige Hutmacherin in Hamburg. Nebenbei promoviert sie zum Thema "Globalisierung regionaler Wirtschaftsförderung" - ein Vergleich verschiedener Metropolregionen und ihrer Ansiedlungsprojekte. Im Falle eines Wahlsieges will sie nach Elmshorn ziehen. "Verwalten allein ist Stillstand", lautet Katja Wolframms Credo. "Wichtig ist, zu gestalten. Ich kann eine Sache gut verkaufen und Leute vernetzen."

( (arus) )

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