Kommentar

Ein Beispiel, das Mut macht

Wenn es ums Jammern geht, sind wir Deutschen eindeutig Weltmeister.

Pleiten, Pech und Pannen wälzen wir genüsslich aus und glauben, die Welt würde gleich untergehen, wenn sich einmal etwas verändert. Dagegen nehmen wir Erfolgsgeschichten entweder nicht wahr oder beäugen sie skeptisch. Es könnte ja noch etwas schiefgehen. Was Veränderung eben auch an Gutem bewirken kann, dafür ist doch die positive Entwicklung des Schenefelder Gewerbegebiets am Osterbrooksweg ein Paradebeispiel, das Mut macht. Wer hätte schon nach dem Aus für das Edeka-Logistikzentrum vor zwei Jahren wirklich gedacht, dass in die alten und teilweise sanierungsbedürftigen Lagerhallen so schnell neues Leben einziehen würde?

Es ist aber nicht nur der jetzt vermeldete Ausverkauf sämtlicher Logistikflächen - immerhin sind das 46.000 Quadratmeter -, der Hoffnung für die Zukunft macht, sondern es sind auch die Firmen, die sich dort angesiedelt haben. Bei vielen handelt es sich um mittelständische Unternehmen, die mit der Region verwachsen sind und auf Expansionskurs sind.

Besondern Spaß macht da der Blick auf den Internethändler Fabfab. Es ist faszinierend, was aus einer Idee und einer Internetseite werden kann. Die erst zehnjährige Geschichte des Unternehmens erinnert an die Geschichte des Tellerwäschers, der es zum Millionär brachte. Ähnliches gilt für die Fabfabgründer - weil sie eben nicht gezaudert haben oder mit Jammern beschäftigt waren.