Seester

Sportler laufen für Sternenbrücke

Fast 400 Aktive bei Benefizaktion in Seester. Organisatoren rechnen mit 3000 Euro für Kinderhospiz

Seester. Die Resonanz war überwältigend. Mit 150 bis 200 Teilnehmern beim 1. Sternenlauf in Seester hatten die Organisatoren Janina und Thomas Hübner gerechnet. Am Ende gingen rund doppelt so viele Hobbysportler an den Start. Sogar Jugendmannschaften, Fitnessgruppen und einige Nordic Walker machten sich am Sonntag auf die vier bis zehn Kilometer langen Strecken. Sie hatten außer dem erfolgreichen sportlichen Abschneiden ein Ziel: etwas Gutes für das Kinderhospiz Sternenbrücke zu tun. Denn die Einnahmen abzüglich der Kosten - die Veranstalter rechneten am Sonntag mit einem verbleibenden Spendenbetrag von 3000 Euro - gehen an die Hamburger Einrichtung, die Familien mit unheilbar kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützt.

Die Idee für die Benefizveranstaltung kam der Elmshorner Familie Hübner im Herbst vergangenen Jahres. "Wir wollten etwas in einem größeren Umfang für die Sternenbrücke tun", erinnert sich Thomas Hübner, der wie seine Frau ehrenamtlich für das Kinderhospiz tätig ist. "Da wir beide im Triathlonbereich und im Radsport aktiv sind, sind wir dann auf die Laufveranstaltung gekommen." Bereits Anfang Juli waren alle Startplätze ausverkauft, und das, obwohl das Angebot aufgrund der hohen Nachfrage noch einmal um etwa zehn Prozent erhöht worden war.

Das Organisatoren-Paar durfte sich vor Ort auch über prominente Unterstützung freuen. Sozialministerin Kristin Alheit nahm am Sportlergottesdienst vor der Veranstaltung teil und schickte die Läufer anschließend auch per Startschuss auf die Strecke. "Was mich an der Sternenbrücke besonders beeindruckt ist, dass das Hospiz nicht geprägt ist von dem drückenden Unglück, für das die Schwere von Krankheit und Abschied allen Grund geben würden", sagte die ehemalige Pinneberger Bürgermeisterin. "Sondern, dass die Sternenbrücke trotzdem auch ein Ort der Leichtigkeit und Fröhlichkeit ist." Zudem sei die Einrichtung nicht nur für Hamburger, sondern auch für Schleswig-Holsteiner da.