Pinneberg

Verbesserungen auch für Patienten

Pinneberger Radiologen bekommen ein Hochleistungs-MRT. Investition in Millionenhöhe.

Pinneberg . Wenn das medizinische High-Tech-Gerät in ein paar Wochen in Betrieb geht, wird es hochauflösende und maximal genaue Bilder aus dem Körper von Patienten liefern. Bevor es an diese Feinarbeit geht, waren jedoch am Dienstag zunächst einmal die pure Kraft eines Krans und die muskelbepackte Crew eines Spezialunternehmens gefragt. Das neue Gerät der Praxis für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Visiorad) am Klinikum Pinneberg wurde mit einem Lkw mit spezieller Luftfederung an das Krankenhaus in der Kreisstadt herangefahren und dann durch eine Lücke in der Außenmauer an seinen zukünftigen Einsatzort im Hospital gehievt.

Felicitas Marx, bei Visiorad zuständig für den kaufmännischen Bereich, sprach von einer Investition im Millionenbereich. Es handele sich um ein MRT (Magnetresonanztomograph) der neusten Generation - und um einen echten Alleskönner. Wie auch Radiologe Dr. Philip M. Schlegel sagte, können mit dem neuen Gerät Gehirn, Herz, Gefäße oder auch Gelenke der Patienten untersucht werden. "Für den Patienten bedeutet die Neuerung eine extreme Verbesserung", so Felicitas Marx. So sei das MRT um bis zu 70 Prozent leiser als Vorgängermodelle. "Wir können viele Untersuchungen vornehmen, indem wir den Patienten mit den Füßen voran hineinschieben", erklärte Schlegel. Das werde von vielen Menschen als angenehm empfunden. Das helfe mithin denjenigen, die (Platz-)Angst vor der "Röhre" verspürten. Die Öffnung des Hochleistungsgerätes sei besonders groß, sagt der Radiologe.

Die neue Bauweise kommt nicht nur den Patienten zugute. Durch die große Öffnung könnten sich die Behandlungszeiten erheblich verkürzen, sagt Dr. Mai Jörgensen, Facharzt für diagnostische Radiologie. "Sowohl was die Qualität als auch die Geschwindigkeit angeht, zählt das Gerät zum Besten, was auf dem Weltmarkt zu bekommen ist." Ein MRT ermöglicht, Struktur und Funktion von Gewebe und Organen im Körper darzustellen, ohne mit Röntgenstrahlung arbeiten zu müssen.

In den kommenden Wochen werden Techniker das neue MRT, das während des Transportes die ganze Zeit über gekühlt werden musste, einbauen. "Alles muss wegen der Magnettechnik total abgeschirmt sein", sagt Felicitas Marx.