Pinneberg

Wahlplakate lösen Kontroverse in Pinneberg aus

Politiker von CDU und SPD empören sich wegen Aufstellern der BIENEH

Pinneberg. Die Biene hat gestochen - und jetzt ist richtig Gift im Pinneberger Wahlkampf drin. Wahlplakate der Pinneberger Bürger-Initiative (BI) zur Erhaltung des Naturerholungsgebietes Eggerstedter Weg und Hasenmoor (BIENEH) zur Kommunalwahl am 26. Mai erzürnen Politiker der großen Parteien CDU und SPD. Die BI macht Wahlwerbung für die drei kleinen Ratsfraktionen, Grüne & Unabhängige, FDP und Bürgernahe. Auf einem der Plakate heißt es "SPD und CDU sind nicht wählbar!". Dazu hat BIENEH-Sprecherin Meike Oltmanns-Hase die Köpfe von Dieter Tietz, SPD, und Torsten Hauwetter von der CDU skizziert und ihnen Zitate aus einer öffentlichen Veranstaltung in den Mund gelegt. "Ich bin empört, entsetzt und traurig", sagte am Dienstag Bürgervorsteherin und CDU-Ortsvorsitzende Natalina Boenigk. Die BI habe die Schwelle des guten Anstands unterschritten. Man erwarte eine klare Stellungnahme der kleinen Fraktionen. "Es fällt mir schwer zu glauben, dass die davon nichts gewusst haben", so Natalina Boenigk. Ins gleiche Horn stößt der Pinneberger SPD-Vorsitzende Herbert Hoffmann: "Hier werden Menschen in mieser Art und Weise bloßgestellt und verunziert." Man wolle jetzt wissen, ob Grüne, FDP und Bürgernahe diese Plakate billigten.

Meike Oltmanns-Hase, Sprecherin der BI, war Ende vorigen Jahres, unterstützt von den kleinen Parteien, in den Bürgermeisterwahlkampf gezogen. Dort aber war sie der Kandidatin von CDU und SPD, der heutigen Bürgermeisterin Urte Steinberg, unterlegen. "Das sind Skizzen, keine Karikaturen", so Meike Oltmanns-Hase zu den Konterfeis von Tietz und Hauwetter. Sie habe niemanden verunglimpfen wollen. SPD und CDU haben nach eigenen Angaben keine offiziellen Schritte unternommen, die umstrittenen Plakate amtlich prüfen zu lassen. Das Thema werde hochstilisiert, sagt Uwe Lange, Bürgernahe. "Das ist die persönliche Meinung der BI", so Lange.