Elmshorn

Tornesch und der Kreis wollen Verkehrschaos verhindern

Die Verkehrssituation bereitet der Stadt Tornesch Sorgen. Daher setzt sich die Stadtverwaltung seit Monaten für weitere Zughalte am Tornescher Bahnhof ein.

Tornesch/Elmshorn. Weil ein Ausbau des S-Bahn-Netzes im Kreis Pinneberg in Richtung Elmshorn erst in mehreren Jahren erwartet wird, fordert Torneschs Bürgermeister Roland Krügel, dass zusätzliche Züge in Tornesch und Pinneberg halten, um die zunehmenden Pendlerströme zu bewältigen.

Der Wirtschaftsausschuss des Kreises teilt die Sorgen Krügels und verabschiedete eine gemeinsame Resolution mit dem Tornescher Rat, in der festgestellt wird, dass die beiden Regionalbahnen und die vorhandene S-Bahn nicht ausreichen würden, um das Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Der Regionalexpress Kiel-Hamburg und auch die Marschbahn Hamburg-Westerland sollten daher künftig auch in Tornesch und Pinneberg halten.

Diese Entlastung auf der Schiene sei laut der Kreis- und der Stadtverwaltung dringend notwendig. Zum einen seien die vorhandenen Züge bereits jetzt überlastet und mit dem geplanten Ausbau der Autobahn A 7, die überdeckelt werden soll, werden weitere Bahnpendler erwartet. Die Tornescher Verwaltung spricht von "dramatischen Verkehrsproblemen", die auf der A 7 sowie der A 23 entstehen werden, sollte es keine zusätzliche Entlastung durch die Bahn geben. Ein Verkehrskollaps drohe auf den Hauptpendlerstrecken, heißt es in einer Stellungnahme der Tornescher Verwaltung.

Die Kreisverwaltung sucht daher nach einer Lösung. Landrat Oliver Stolz hat deshalb für den 8. Mai im Kreishaus ein Treffen mit Verwaltungs- und Wirtschaftsvertretern anberaumt, um diese über die zahlreichen Baumaßnahmen an den Autobahnen und die zu erwartenden Entwicklungen zu informieren. An diesem Tag trifft sich auch der Umweltausschuss der Stadt Tornesch, um von 19.30 Uhr an im Rathaus in der Wittstocker Straße 7 über das Thema zu beraten. Die Stadtverwaltung wird dann über den Ausgang der Kreistagssitzung und über die Inhalte der Informationsveranstaltung berichten. Die Sitzung ist öffentlich.